„Bildungsurlaub – neue Eindrücke: So profitieren Arbeitgeber“

LOFT hält gegenwärtig den Vorsitz des Freistellungsbeirates und leistete einen Input zur Veranstaltung der Thüringer Landesentwicklungsgesellschaft in Thüringen mbH am 17.09.2019.

Man kann die Veranstaltung der Thüringer Landesentwicklungsgesellschaft in Thüringen mbH zum Thema „Bildungsurlaub – neue Eindrücke: So profitieren Arbeitgeber“ am 17.09.2019 als gelungen bezeichnen.
Die Redebeiträge waren gut gewählt und so erfuhren die Teilnehmenden aus verschiedensten Betrieben Thüringens zunächst von der Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Freistaates Thüringen, Heike Werner und  der Vorsitzenden des Freistellungsbeirates, Evelyn Sittig, Erhellendes zum Thüringer Bildungsfreistellungsgesetz.
Demnach haben Beschäftigte Thüringens seit 2016 einen gesetzlich geregelten Anspruch auf Lohnfortzahlung für bis zu fünf Arbeitstagen im Jahr.
Weil die noch viel zu geringe Nutzung dieses Anspruchs auch damit zu tun hat, dass die Weiterbildungskosten durch die Beschäftigten selbst getragen werden müssen, gab die Koordinatorin der Thüringer Qualifizierungsentwicklung, Jana Kummer, Einblicke zur Fördermöglichkeit des Weiterbildungsschecks.
So waren die Diskutant*innen des Podiums gut gerüstet, um über Herausforderungen und Chancen der Bildungsfreistellung zu diskutieren.
Während die Vertreterin der Firma KMD Projekt GmbH, Maja Augst, davon sprach, dass die Wünsche nach Freistellung längerfristig notwendige Arbeitsplanung erschwere, waren sich die Vertreterinnen von DB Netz AG Betrieb Erfurt, Doreen Albrecht-Thoma, und von Garant Türen und Zargen GmbH, Katrin Krüger, einig, dass sie dem individuellen Weiterbildungswünschen ihrer Beschäftigten grundsätzlich sehr offen gegenüberstehen. Sie bestätigten die Zuwächse bei den sogenannten Kernkompetenzen wie Kreativität und Kommunikation und berichteten von der Motivation nach der Rückkehr aus den Bildungsurlauben, die letztendlich auch der Firma nutzt.
Das Podium stand von Anfang an auch für Zuschauerfragen offen, was Evelyn Sittig von LOFT nutzte um sich rege an der Diskussion zu beteiligen und in vielen Punkten Klarheit schaffen konnte, so z.B. bei der Abgrenzung von betrieblicher und individueller Weiterbildung nach dem Gesetz oder den Möglichkeiten der Übertragbarkeit ins Folgejahr.
Im Anschluss an die Diskussion gab es noch viele Einzelfragen am Infostand, so dass Evelyn Sittig als eine der letzten, aber mit der Veranstaltung sehr zufrieden ihr Infomaterial einpackte.