25 Jahre anerkannte Erwachsenenbildung in Thüringen

Festveranstaltung im Erfurter Angermuseum mit Ministerpräsident, Bodo Ramelow

Um das Thema Erwachsenenbildung drehte sich der Sommerabend am 28.08.2017 im Erfurter Angermuseum und zeigte, dass Lernen vielfältig und spannend sein kann. Eingeladen hatten die beiden Landesverbände LOFT (Landesorganisation der Freien Träger in der Erwachsenenbildung Thüringen e.V.) und TVV (Thüringer Volkshochschulverband e.V.) Und der Thüringer Ministerpräsident, Bodo Ramelow, war gekommen, um zum 25-jährigen Jubiläum des Thüringer Erwachsenenbildungsgesetztes zu gratulieren.

Über 100 geladene Gäste tauschten bei Musik und guten Gesprächen Erinnerungen daran aus, wie sie als Erwachsene lernten. Sie wurden angeregt durch die Kabarettistin Beatrice Thron, alias Reingard Hirsch, die als Erfinderin ihre Lernerfahrungen preisgab. Und auch Bodo Ramelow hatte diesbezüglich einiges zu erzählen. War er doch einst als Mitglied der deutschen Wanderjugend in die berufsbegleitende Bildungsarbeit hineingewachsen und, geprägt durch die Begeisterung für das selbstbestimmte Lernen im Erwachsenenalter, zum aktiven Streiter für das Hessische Bildungsfreistellungsgesetz geworden. Bis 1990 leitete er selbst Betriebsräteseminare. „Die Warteliste war immer prallvoll gefüllt“, erinnert sich der Ministerpräsident. Heute bezeichnet Bodo Ramelow die Einrichtungen der Erwachsenenbildung in Thüringen als „Tankstellen und Aufladestationen des Geistes“ und dankt ihnen für „25 Jahre vieler Kapitel einer einmaligen Erfolgsgeschichte“.

„Wir erleben aktuell, dass die Erwachsenenbildung in Thüringen wieder mehr Anerkennung erfährt und unsere Expertise zunehmend gefragt ist, sei es bei Inklusion oder der Integration von Migrantinnen und Migranten, der Digitalisierung der Gesellschaft, der nachhaltigen Entwicklung oder der Familienbildung“, so Dr. Claudio Kullmann vom LOFT-Vorstand.

„Dennoch kommt es darauf an, dass die Regierung bei der Unterstützung jetzt nicht nachlässt. Gerade in diesem Jahr haben die anerkannten Träger Grundlagen für die Arbeit mit Migrantinnen und Migranten geschaffen, Prozesse der Verständigung zwischen geflüchteten Menschen und der Aufnahmegesellschaft angeschoben. Das muss nun fortgesetzt werden“, formuliert Sylvia Kränke vom Thüringer Volkshochschulverband ihre Erwartung.

Finden Sie  hier mehr: