Wanderausstellung „Inklusion im Blick“ in Sömmerda

Als vierte Station in Thüringen ist die Ausstellung ab heute im Landratsamt Sömmerda zu sehen.

Es gab starken Andrang im Foyer. Etwa Fünfzig Kooperationspartner*innen und Interessierte waren der Einladung des Beauftragten der Thüringer Landesregierung für Menschen mit Behinderung, Joachim Leibiger, des Landrates, Andreas Henning, und der Leiterin des Bildungswerkes der Thüringer Wirtschaft, Annett Morhard, gefolgt, um sich anhand der Exponate über Vielfalt in der Gesellschaft auszutauschen.

Auch wenn die Fotos contagangeschädigte Menschen zeigen, so geht es keineswegs um diese spezielle Art der Behinderung. Es komme vielmehr darauf an, dass alle Menschen in der Gesellschaft ins Gespräch über ein gleichberechtigtes Miteinander kommen, so Gerd Miethank vom Sozialdenker e.V., der die Ausstellung initiiert hat. Er lobte die verschiedenen begleitenden Ansätze, die in Thüringen bisher erarbeitet und umgesetzt wurden.

Frau Morhard unterstrich in diesem Zusammenhang die vernetzte Arbeit der Bildungsträger, die gemeinsam ein Konzept für begleitende Aktionen erarbeitet haben. So wird die Ausstellungseröffnung durch einen Aktionstag „Sehen und Hören“ begleitet, bei dem es kostenlose Seh- und Hörtests, Spiele für Menschen mit Behinderung und sogar einen Anfängerkurs in Gebärdensprache gibt.
Geplant ist darüber hinaus am 18.07.2019 ab 19:30 Uhr eine Buchlesung mit Leo M. Kohl, „Asperger – Mein Leben zwischen Intelligenz und Gefühlsleben“.

So werden in den kommenden Wochen hoffentlich recht viele Menschen in Sömmerda einen persönlichen Bezug zum Thema Inklusion bekommen und erleben, dass Vielfalt unsere Gesellschaft bereichert.

Inklusion sei dabei ohne Demokratie nicht möglich, betonte Joachim Leibiger. Aber Inklusion bereichere gleichzeitig die Demokratie ganz enorm. Darum gilt es, sie zu verteidigen.

Die Wanderausstellung ist noch bis zum 02. August 2019 im Foyer des Landratsamtes Sömmerda in der Wielandstraße 4 zu sehen. Mehr zur Ausstellung finden Sie  hier.