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Inklusion

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Alle Menschen sollen die gleichen
Möglichkeiten für Bildung bekommen.
Denn jeder Mensch soll sich
weiter entwickeln können.
So steht es auch im Thüringer
Erwachsenen-Bildungsgesetz.

Blinde Frau am PC
Blinde Frau am PC

In der UN-Konvention für die Rechte von Menschen
mit Behinderungs-Erfahrung steht:
Menschen mit Behinderungs-Erfahrung
sollen die gleichen Möglichkeiten bekommen
wie Menschen ohne Behinderungs-Erfahrung.
Das gilt auch für Weiter-Bildungen.

Deshalb beschäftigt sich eine Arbeits-Gruppe damit.
Die Arbeits-Gruppe heißt:
Inklusive Erwachsenen-Bildung.
LOFT arbeitet in dieser Arbeits-Gruppe mit.
Wenn es Ergebnisse aus der Arbeit gibt,
können Sie auf dieser Internet-Seite darüber lesen.

Beratung
Beratung

LOFT setzt sich auch selbst für Barriere-Freiheit ein.
Zum Beispiel soll unsere Internet-Seite barriere-frei sein.
Wir unterstützen unsere Mitglieds-Einrichtungen,
damit sie Bildungs-Angebote für alle Menschen
machen können.

Die Arbeits-Gruppe inklusive Erwachsenen-Bildung hat einen Ratgeber entwickelt.
Man sagt zu diesem Ratgeber auch: Leit-Linien.

Diese Leit-Linien betrachten auf unterschiedliche Weise das Thema Barriere-Freiheit.
Und wie Hindernisse beseitigt werden können.
Dabei sind die Leit-Linien für eine lange Zeit geplant.
Denn es ist klar,
dass Hindernisse nicht sehr schnell beseitigt werden können.
Das braucht eine Menge Zeit.

Bei Inklusion und der Teilhabe an der Gesellschaft müssen sich alle Beteiligten verändern.
Denn nur so kann Teilhabe gelingen. Dieser Veränderungs-Prozess ist eine Aufgabe für die gesamte Gesellschaft.
Und für die Politik.

Gelingen kann diese Aufgabe nur,
wenn genügend Geld dafür da ist.
Und wenn es Gesetze gibt,
die gut für diese Aufgaben sind.

Die Leit-Linien sind daher nicht nur für die Einrichtungen der Erwachsenen-Bildung.
Sondern für alle Menschen,
die Entscheidungen treffen,
damit Hindernisse beseitigen werden.

Die Leit-Linien hat LOFT zusammen mit seinen Mitglieds-Einrichtungen gemacht.
Bei einer gemeinsamen Besprechung am 22. Juni 2017 wurde über die Leit-Linien diskutiert.
Und es wurde beschlossen,
dass die Leit-Linien gut sind und nun für alle gelten.

Es gibt eine Arbeits-Gruppe.
Dort werden viele wichtige Themen besprochen.
Die Leitung der Arbeits-Gruppe hat das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport.

Diese Einrichtungen sind auch in der Arbeits-Gruppe:

  • LOFT.
  • Der Thüringer Volks-Hochschul-Verband.
  • Das Deutsche Bildungs-Institut Johannes Falk.
  • Das Paritätische Bildungs-Werk.
  • Das Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie.
  • Das Thüringer Institut für Lehrer-Fortbildungen, Lehr-Plan-Entwicklung und Medien

Die Arbeits-Gruppe trifft sich etwa 4 Mal im Jahr.
Manchmal gibt es auch Unter-Gruppen.
LOFT erzählt seinen Mitglieds-Einrichtungen, was in der Arbeits-Gruppe besprochen wurde.

Seit Jahren gibt es Bemühungen
damit Erwachsenen-Bildung inklusive wird.
Inklusive bedeutet hier:

Alle Menschen können an einer Weiter-Bildung teilnehmen.
Egal ob sie eine Beeinträchtigung haben oder nicht.

Doch lange wusste man nicht,
wie die Situation in den einzelnen Einrichtungen ist.
Daher konnte nicht gesagt werden wie inklusive Erwachsenen-Bildung klappen kann.
Zum Beispiel welche Unterstützungen eine Einrichtung benötigt.

LOFT und der Thüringer Volks-Hochschul-Verband haben im Jahr 2015 einen Forschungs-Auftrag vergeben.
Den Auftrag bekamen Herr Schäfer und Herr Lakemann.
Sie arbeiten an der Ernst Abbe Hoch-Schule in Jena.

Die beiden Männer sollten mit ihren Forschungen herausfinden welche Möglichkeiten inklusive Erwachsenen-Bildung in Thüringen hat.
Und welche Bedingungen möglich sind.
Und wie man gute inklusive Erwachsenen-Bildung machen kann.

Herr Schäfer und Herr Lakemann haben zu bestimmten Themen geforscht.
Zum Beispiel:

  • Welche inklusiven Angebote gibt es schon?
  • Wie gut sind die Menschen in den Einrichtungen ausgebildet?
  • Gibt es in den Einrichtungen Hindernisse?
  • Woher bekommt man Geld für inklusive Bildung

Die Ergebnisse ihrer Forschung haben Herr Schäfer und Herr Lakemann auf einer Fach-Tagung erzählt.
Und sie haben den Einrichtungen Empfehlungen gegeben.

Diese Ergebnisse und Empfehlungen werden nun von allen Mitarbeitern der Erwachsenen-Bildung diskutiert.
Sie überlegen gemeinsam, wie gute inklusive Erwachsenen-Bildung gemacht werden kann.

Es gibt in Thüringen eine bestimmte Arbeits-Gruppe vom Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport.
Diese Arbeits-Gruppe hat eine Fach-Tagung gemacht.
Das Thema war: Inklusion.
Inklusion bedeutet:

Jeder Mensch soll am Leben in der Gesellschaft teilnehmen können.
Egal ob er eine Beeinträchtigung hat oder nicht.

Die Fach-Tagung war am 15. September 2016.
Auch Mitarbeiter aus Einrichtungen der Erwachsenen-Bildung haben die Fach-Tagung organisiert.

Das Ziel von der Fach-Tagung war es über die Ergebnisse und Empfehlungen einer Forschung zu diskutieren.
Die Teilnehmer konnten dann überlegen,
was als nächstes getan werden muss,
damit Erwachsenen-Bildung für alle Menschen möglich ist.

Auf der Fach-Tagung
wurde auch eine neue Arbeits-Gruppe gegründet.
Sie heißt: inklusive Erwachsenen-Bildung.
Diese Arbeits-Gruppe überlegt auch noch nach der Fach-Tagung
was weiter für eine inklusive Erwachsenen-Bildung getan werden muss.

Wenn Sie weitere Informationen zu der Fach-Tagung haben möchten, dann klicken Sie bitte hier:  Dokumentation.
Dort bekommen Sie Informationen zu unseren Forderungen.
Und zu unseren Vorschlägen für das Gesetz der Erwachsenen-Bildung.

Impressionen der Fachtagung

Bei einer Weiter-Bildung von LOFT gab es ein spannendes Thema:
barriere-freie Dokumente.
Diese Weiter-Bildung durften
alle Mitarbeiter der Erwachsenen-Bildung machen.
Egal ob sie ehren-amtlich oder haupt-amtlich dort arbeiten.
Auch Teilnehmer der Volks-Hoch-Schulen durften diese Weiter-Bildung machen.

Die Leiterin der Weiter-Bildung war blind.
Daher konnte sie gut erzählen, welche Bedeutung Hindernisse im Alltag haben.
Und vor allem was Barriere-Freiheit bedeutet.
Und sie konnte nützliche Tipps gebe.

Hier sehen Sie ein paar Bilder von dieser Weiter-Bildung:

Die UN-Behindertenrechtskonvention hat unter dem Begriff Inklusion eine geselleschaftliche und politische Bewusstseinsänderung zum Thema Menschenrechte in Gang gesetzt. Zunehmend greift die Erkenntnis um sich, dass die Forderung nach Teilhabe nicht nur alle Lebensbereiche umfasst, sondern eine konkrete Umsetzung auch zu gesamtgesellschaftlicher Bereicherung führt.

„Bildung für alle“, „Entfaltung individueller Potenziale“ oder „Vielfalt des Lernens sind wesentliche Anliegen der Konvention und decken sich mit traditionellen Werten der Erwachsenenbildung. Es lag daher nahe, ausgehend von den teilnehmerorientierten Möglichkeiten der Erwachsenenbildung konkrete Ziele und Leitlinien für die Umsetzung zu formulieren, welche die Zugänglichkeit der lebensbegleitenden Bildungsangebote in den Blick nehmen.

Daneben gilt es, auch die bewusstseinsbildende Dimension des Inklusionsgedankens aufzugreifen und die Etablierung inklusiver Sichtweisen und Haltungen voranzutreiben. Aus der Perspektive der Bildungsträger ergeben sich hierfür Gestaltungsmöglichkeiten innerhalb der eigenen Institution, aber auch die Chance, darüber hinaus wirksam zu werden.

Die Wanderausstellung bietet in diesem Zusammenhang einen konkreten Anlass, den die freien Träger der Erwachsenenbildung gern aufgreifen. Ausgehend von einer Gesamtkonzeption des Bildungswerkes der Thüringer Wirtschaft e.V. werden sie die Ausstellung an vier Austragungsorten durch Aktivitäten und Veranstaltungen begleiten und die Besucher durch unterschiedliche Lernansätze einladen, Behinderung und Vielfalt aus verschieden Perspektiven zu beleuchten und dadurch zu einer Gesellschaft beizutragen, in der Menschen mit und ohne Behinderung besser gleichberechtigt zusammenleben können. Hierfür haben die Bildungsträger didaktische Konzepte entwickelt, welche als Anregung für verschiedene Formate und Zielgruppen dienen sollen.

Kreative Weiterentwicklung und Verbreitung dieser Konzepte sich ausdrücklich erwünscht.

Wir wünschen viel Erfolg bei der Anwendung.

 PDF "Konzeptionelle Empfehlungen für die Begleitung der inklusiven Wanderausstellung INKLUSION IM BLICK"

Zur Ausstellung: "Inklusion im Blick"

Anfang der Sechziger Jahre erschüttert einer der größten Arzneimittelskandale die Bundesrepublik Deutschland: Weit über 2000 Kinder kommen mit fehlenden oder fehlgebildeten Gliedmaßen auf die Welt. Verantwortlich dafür ist das Medikament Contergan, das vor allem Frauen in der Schwangerschaft als harmlos und unbedenklich empfohlen wurde.

Von Kindheit an müssen sich die Contergan Opfer an mehr oder minder verstohlene und verschämte Blicke gewöhnen. Ein halbes Jahrhundert nach dem Skandal haben sich zwölf Menschen bewusst dazu entschieden, ihren Körper diesen Blicken preiszugeben.

Regisseur und Fotograf Niko von Glasow porträtiert Menschen, die ihren Weg gemacht haben trotz ihres Handicaps und er lädt ein hinzuschauen, weder verschämt noch verstohlen. Seine Bilder geben den Blick frei auf lebensbejahende Menschen, schlanke und wohlbeleibte, athletische und zierliche, in sich gekehrte und extrovertierte. Von Glasow nennt sie „Die Mutigen“. Die ästhetischen Portraits sowie der begleitende Dokumentarfilm "NoBody's Perfect" übermitteln auf faszinierende Weise ihre wichtige Botschaft: im Vordergrund steht der Mensch und nicht die Behinderung.

Niko von Glasows Bildern reißen die unsichtbare Barriere zwischen Betrachtern und Betrachteten ein. Sie schaffen Nähe. „NoBody‘s Perfect“- für wen gilt das nicht?

„Kunst kennt keine Behinderung“ – diese These der Aktion Mensch belegt der zweite Teil des Projekts. Im Mittelpunkt der Kunstwerke steht der Mensch im Zentrum der Gesellschaft. Künstlerinnen und Künstler, die in ihrer Lebenswirklichkeit Barrieren erleben, haben ihre Sicht zum Thema dargestellt. Die Bilder spiegeln gesellschaftliche Einschränkungen wieder. Die unterschiedlichen künstlerischen Aussagen erzählen dem Betrachter von einem Alltag voller Hindernisse und dem Zwang, die Hürden zu überwinden. Die Ausstellung weitet den Blick auf das Thema Umwelt und die Verletzlichkeit „Aller“ durch sorglosen Umgang mit Natur und Ressourcen.

Die Wanderausstellung ist inhaltlich wie gestalterisch angelegt, das Bewusstsein entsprechend Artikel 8, der Zugänglichkeit nach Artikel 9, als Bildungsauftrag nach Artikel 24 und Teilhabe am kulturellen Leben sowie an Erholung, Freizeit und Sport nach Artikel 30 der UN- BRK zu verdeutlichen.

„Inklusion im Blick“ schafft einen Erfahrungsrahmen, damit der gesetzlich definierte Kulturauftrag im Nationalen Aktionsplan (NAP 2.0) für ALLE in Anspruch genommen werden kann. „Inklusion im Blick“ verstärkt die Notwendigkeit der Qualifizierung von Fachkräften in Ausbildung und Studium zum Bereich Barrierefreiheit. Damit Kunst für alle Erfahrbar wird.

Quelle: Sozialdenker e.V.

mehr unter  www.inklusion-im-blick.de