Neue Wege in der politischen Bildung in Thüringen

Dem Bereich der politischen Bildung misst die Erwachsenenbildung schon seit langem große Bedeutung zu. Kooperationsprojekte zwischen den Trägern und die Zusammenarbeit der Landesverbände hatten oft politische Themen zum Inhalt (z.B. LOFT-Kooperationen zu Demokratiebildung 2012, Bürgerschaftlichem Engagement 2013 und Bildungsgerechtigkeit 2014).

Mit den zunehmenden Angriffen auf die Demokratie seit 2015 und den wiederkehrenden Aussagen des Thüringenmonitors zur nachgewiesenen Verbreitung demokratiekritischer Einstellungen verstärkten die anerkannten Träger der Erwachsenenbildung ihre Anstrengungen für die politische Bildung. Demokratiebildung sollte dabei nicht länger als eigenständiges Thema angesehen werden, sondern vielmehr als ein breiter Themen- und Inhalte-übergreifender Gesamtbildungsauftrag umgesetzt werden. Unter dieser Prämisse erarbeiteten die erfahrenen Träger gemeinsam mit denen, die sich genuin nicht mit politischer Bildung beschäftigen, ein Konzept zur Nutzung der Vielfalt der Zielgruppen und methodischen Ansätze, um politische Sachverhalte in ganz unterschiedlichen Zusammenhängen zu behandeln und neue Lernfelder zu eröffnen.

Im Jahr 2018 setzten zu den beiden Hauptsträngen „Aus demokratischen Umbrüchen lernen“ und „Partizipation im und für den ländlichen Raum stärken“ 25 freie Träger und Volkshochschulen unter dem Motto „Neue Wege in der Erwachsenenbildung“ 28 Bildungsangebote um. Dabei wurden sie durch Projektmittel des Landes Thüringen und eine Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung unterstützt. Die Träger erhielten die Möglichkeit neue Ansätze auszuprobieren. Die Formate erstreckten sich von Lesungen mit anschließender Diskussion über Recherchen zu historischen Dokumenten und Bildern bis hin zu Exkursionen und mehrtätigen Veranstaltungen und richteten sich an Zielgruppen, wie z.B. Senior*innen, Multiplikator*innen, Eltern, Künstler*innen.

Das Modellhafte bestand häufig in der Kombination von Formaten, Zielgruppen und Methoden. z.B.

  •  Menschen, die sich vorher nicht für geschichtliche Themen interessiert hatten, nahmen an einem Bildungsfreistellungsseminar zum Thema „100 Jahre Novemberrevolution“ teil.
  • Jugendliche aus sog. bildungsfernem Umfeld und mit z.T. demokratiefeindlichen Ansichten erarbeiteten gemeinsam mit Geflüchteten ein Figurentheaterstück zur Geschichte der Demokratie
  • Rentner*innen im ländlichen Raum nutzten ein Internetcafé, um durch Lernbegleitung Unsicherheiten und Ängste bei Hintergrundrecherchen am PC abzubauen.

 

Die beteiligten Träger formulierten gemeinsame Zielstellungen für ihre Projektarbeit, aus denen Erfolgskriterien entwickelt wurden. Ein Evaluationsteam führte die Ergebnisse der Einzelansätze zusammen und bereitete eine Diskussion mit politischen Entscheidungsträgern vor. Im Rahmen eines politischen Fachgespräches konnte belegt werden, dass die anerkannte Erwachsenenbildung ein großes Potenzial für die politische Bildung bietet. Es wurde aufgezeigt, wie die vielfältigen Formate und Zielgruppen und ihre Kombination mit unterschiedlichen Kontexten zu einer Unterstützung demokratischen Zusammenlebens beitragen.

Auf Grundlage der gewonnen Erfahrungen und Erkenntnisse haben die anerkannten Träger der Erwachsenenbildung ihre Angebote weiterentwickelt, ergänzt und neu aufgelegt. Auch 2019 sind zahlreiche Veranstaltungen geplant. Die Angebote der freien Träger finden Sie hier. Sämtliche Aktivitäten werden wiederum ermöglicht durch die Förderung des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport bzw. die Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen.


Veranstaltungen im Überblick - 2019

Aufbauend auf den Erfahrungen aus 2018 sollen die verschiedenen Formate und Ansätze für die politische Bildung, welche im letzten Jahr aufgezeigt und getestet wurden, fortgeführt und ausgebaut werden.

Arbeit und Leben Thüringen e.V.

Das Jahr 1919 ist ein Jahr des Umbruchs. Mit der Weimarer Reichsverfassung wird erstmals die Mehrheit der Bevölkerung wahlberechtigt – v. a. aufgrund des Frauenwahlrechts. Revolutionäre Umbrüche kennzeichnen eine eine Situaltion der Unsicherheit für die alten herrschenden Eliten, wie auch für aufstrebende und sich mehrfach spaltende politische Akteure wie die Arbeiterbewegung. Welche Chancen gabes, wie wurden sie genutzt und vertan. Diesen Fragen wird im Rahmen mehrerer Veranstaltungen im Jahr 2019 nachgegangen.

Arbeit und Leben führt dabei das Projekt „Ohne Revolution keine Demokratie" des Jahres 2018 in Gotha fort.

 www.arbeitundleben-thueringen.de

Bildungswerk im Bistum Erfurt

2018 wurde das soziale Experiment „Demokratie von unten“ erstmals angeboten. Im Jahr 2019 soll dieses Angebot fortgesetzt werden, um mit diesem Format – gerade angesichts der anstehenden Kommunal-, Europa- und Landtagswahlen – einen Beitrag zur politischen Bildung zu leisten und die Wirkung in die Breite zu verstärken.

Das soziale Experiment richtet sich v.a. an junge Erwachsene. Vereine und Verbände werden angeschrieben, ob ein Interesse an der Durchführung der Veranstaltung in Kooperation besteht. Als Kern des Projektes soll die Landbevölkerung im Eichsfeld angesprochen werden. Dies ist aufgrund des schnellen gesellschaftlichen Wandels, besonders im ländlichen Raum, geboten.

Wie kann Partizipation gelingen, wenn immer weniger Menschen auf dem Land leben?

Viele Menschen fühlen sich nicht verstanden oder sind der Ansicht, dass es eine große Lücke gibt zwischen den politischen Entscheidungsträgern und der „Basis“ der Demokratie, den „normalen“ Bürgern. Das Vertrauen in die Problemlösungskompetenz der politischen Entscheidungsträger und Körperschaften angesichts neuer gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Herausforderungen in Teilen der Bevölkerung schwindet. Genau diesem Trugschluss soll mit dem von uns geplanten sozialen Experiment entgegengewirkt werden. Die Teilnehmer sollen einen Einblick in die politische Praxis vermittelt bekommen. Ein Gegeneinander ohne Regeln des Zusammenlebens führt zu gesellschaftlicher Spaltung, zu Konflikten und einem schematischen Denken „Wir gegen die – eigenes Fortkommen ohne Kompromisse“.

Gleichzeitig kann mit dem Projekt auch dem Gestaltungspotenzial der allgemeinen Bevölkerung entsprochen werden. Es kann das Gefühl bei den Betroffenen geweckt werden: Ich werde ernst genommen, meine Kritik wird gehört und die Umsetzung von bloßen Forderungen ist in einem demokratisch verfassten System nicht so einfach. Denn im Alltag verzweifeln viele normale Bürger an der Komplexität politischer Entscheidungen. Wie wirken sich Entscheidungen in anderen Teilen der Welt auf das demokratische Prozedere in Deutschland und Europa, aber noch viel mehr im konkreten politischen Alltag in Thüringen oder konkret dem Eichsfeld aus? Welche demokratischen Hürden müssen genommen werden und aus welcher historischen Erfahrung rühren diese Hürden her und gelten diese Begründungen für bestehende Hürden heute auch noch? Es soll also auch ein realistisches Bild davon gezeigt werden, wie „Politik im Alltag“ funktioniert und welche wichtige Rolle jeder einzelne spielt.

 www.bistum-erfurt.de/bildung_kultur_engagement/bildungswerk/

DGB-Bildungswerk Thüringen e.V.

Die Protagonisten der Novemberrevolution von 1918 erkämpften zahlreiche politische, demokratische und soziale Rechte, die bis heute fortwirken: das allgemeine, gleiche, freie und geheime Wahlrecht für Männer UND Frauen, die Mitbestimmung in betrieblichen Angelegenheiten durch Betriebs- und Personalräte, die Einführung des 8-Stunden-Tags. Das Ende der Monarchie und die Durchsetzung der parlamentarischen Demokratie war einer der wichtigsten demokratischen Umbrüche in der deutschen Geschichte, der sich 2019 zum 100. Mal jährt.

Trotz der großen Bedeutung der Revolution ist das öffentliche Bewusstsein über diesen demokratischen Umbruch in der Bevölkerung nur gering ausgeprägt, ist der 9. November 1918 durch die Ereignisse in den Jahren 1923, 1938 und 1989 in der öffentlichen Wahrnehmung überlagert. Zudem werden die Ereignisse oft aus heutigem Blickwinkel erzählt und laufen auf die Einführung der parlamentarischen Demokratie hinaus. Eine Entwicklung, die aus der Perspektive von 1918 durchaus nicht zwangsläufig war und zu der es Alternativen gab. Auch bei der Frage des historischen Akteurs wird oft auf die individuellen Protagonisten fokussiert, die die "große Politik" prägten: Ebert, Scheidemann, Luxemburg, Liebknecht.

Mit der geplanten Theateraufführung des Stücks "Revolution!? - Ein Schauspiel zu den politischen Umbrüchen in Deutschland 1918/19" des Axensprungtheaters will das DGB Bildungswerk dem etwas entgegen setzen. Das Stück führt vom Auftstand der Kieler Matrosen im Oktober/November 1918 und der Gründung der dortigen Soldaten- und Arbeiterräte hin zur Rätebewegung in Hamburg (und Bremen u. a.), der letzlichen Hinwendung zur parlamentarischen Demokratie, den Gründen und Auswirkungen der "Sülzeunruhen" in Hamburg als letztem Höhepunkt der Auseinandersetzungen bis hin zur gesamtdeutschen Zerschlagung und Unterdrückung der verbliebenen basisdemokratischen Bewegungen durch die Freikorps, federführend unter Reichswehrminister Noske. Zudem wird in der Inszenierung des Stücks ein expliziter Bezug zu heute hergestellt.

Das geplante Projekt möchte mit der Form des politischen Theaters eine alternative Form der Bildungsvermittlung erproben und das Interesse an einem wichtigen demokratischen Umbruch auch bei Menschen wecken, die sich sonst nicht mit dem Thema auseinandersetzen würden. Durch die einmalige Aufführung soll zudem eine Art Eventcharakter entstehen, wodurch ebenfalls mehr Aufmerksamkeit für das Thema generiert werden soll.

Im Anschluss erfolgt eine Auswertung unter den beteiligten BildungsreferentInnen.

 www.dgb-bwt.de

Landvolkbildung Thüringen e.V.

Zeitraum:

Juli bis Dezember 2019

Zielgruppe:

Pädagogische Mitarbeiter, Mitarbeiter in der Verwaltung / Leitung, Sonstige Mitarbeiter, Ehrenamtliche, Elternvertretung

Angebot:

Es werden sechs Module zu Themen der politischen Bildung, zur Sensibilisierung interkultureller Themen sowie zum Thema Demokratieentwicklung, -förderung und -aufbau angeboten. Alle Module sind frei wähl- und/oder kombinierbar und können sowohl in den Einrichtungen selbst als auch in der Räumen der Landvolkbildung Thüringen e.V. angeboten werden. Sie werden in angenehmer Seminar-Atmosphäre didaktisch wertvoll und von erfahrenem Lehrpersonal erwachsenenbildungsgerecht umgesetzt.

Inhalte:

  • Kulturen der Welt I - Erziehung und Bildung in anderen Ländern und was wir darausfür unsere Praxis mitnehmen
  • Kulturen der Welt II - Werte, Wertesysteme und Diversity Management
  • Demokratie - ein schwieriges Thema für schwieriges Klientel - Sensibilisierung des Klientel
  • Menschenrecht eund ihre Chancen für den ländlichen Raum - Wie erleben wir Menschenrechte? Wie gehen eir damit um? Wie können wir sie in unserem Berufsalltag verwirklichen?
  • Macht und Medien - Wie Medien unsere Werte beeinflussen - Wie Medien uns politisch bilden
  • Elternarbeit - Eltern helfen, ihre Kinder für politische Bildung zu sensibilideren

 

Ziele:

Sensibilisierung von Fachkräften als Multiplikatoren des ländlichen Raumes für politische Themen in Kindertageseinrichtungen, Schulen, Jugendtreffs- und Freizeitzentren, Kirchengemeinden und sozialen Einrichtungen

Erfahrungsaustauschaus der realen Praxis - Bearbeitung bestehender Gegebenheiten und Entwicklung gemeinsamer Lösungsansätze, um:

  • Missverständnissen und Vorurteilen zu begegnen, diese auszuräumen und zu verringern
  • Diskussionen zu entschärfen
  • kritische Themen in der Gruppenarbeit / alltäglichen Arbeit moderierend darzustellen, dabei Handlungsleitfäden für die praktische Arbeit zu entwickeln
  • alternative Wege zu gehen, gleichzeitig dabei einen Perspektivwechsel anzuregen
  • die eigene Stellung zu den einzelnen Themen zu hinterfragen und im Beruf damit pädagogisch wertvoll umgehen zu lernen

 

 www.landvolkbildung.de

ver.di-Bildungswerk Thüringen e.V.

Die Weimarer Verfassung vom 11.08.1919 formuliert im Artikel 165 "Die Arbeiter und Angestellten sind dazu berufen gleichberechtigt in der Gemeinschaft mit dem Unternehmen an der Regelung der Lohn- und Arbeitsbedingungen sowie an der gesamten wirtschaftlichen Entwicklung der produktiven Kräfte mitzuwirken". Damit beginnt die Geschichte der betrieblichen Mitbestimmung und deren entsprechender Gesetzgebung und Umsetzung.

Das Bildungswerk ver.di Thüringen e.V. geht in diesem Projekt zur politischen Bildung einerseits den Anfängen und der Entwicklung der betrieblichen Mitbestimmung seit der Weimarer Verfassung nach und betrachtet damit zugleich die Rolle der Gewerkschaften im Kampf um und Erhalt heute "selbstverständlicher" Regelungen wie Arbeitszeiten, Urlaub, Tariflohn u.a..

Das Bildungswerk ver.di Thüringen e.V. plant dazu in Fortsetzung des 2018 begonnenen Projektes für 2019 eine weitere offene Veranstaltung für Interessierte, Teamende und Referent*innen, Ehrenamtliche in betrieblichen Gremien wie Betriebsräten, Personalräten, Jugendauszubildendenvertretungen, haupt- und ehrenamtliche ver.di-Mitglieder.

Veranstaltungsort ist die ver.di Bildungsstätte Saalfeld.

Veranstaltungstermin ist im November 2019, aus Anlass des 100 Jahre Weimarer Republik.

Konzept und Materialien, welche im Rahmen des 2018 begonnen Projektes erarbeitet wurden, sollen mit der für November 2019 geplanten Veranstaltung umgesetzt und einem deutlich größeren Teilnehmerkreis zugänglich gemacht werden. Das Bildungswerk ver.di Thüringen e.V. möchte damit die politische Diskussion anregen und zu mehr Partizipation auffordern.

 www.verdi-bildungswerk.de

AG Regionale Bildung

Die Kooperationspartner der AG Regionale Bildung sind als Vereine Orte sozialer Teilhabe, gelebter Gemeinschaft sowie der Begegnung und des Austausches. Besonders auf dem Land ist für eine intakte Gesellschaft freiwilliges Engagement wichtig. Es fungiert als Haltefaktor für die Bevölkerung und zur Sicherung der Lebensqualität. Dazu braucht es ein "buntes" Vereinsleben als Stärkung demokratiefördernder Potentiale.

In der Fortführung des Projektes aus 2018 will die AG Regionale Bildung dies unterstützen und ihren Vereinen dabei helfen, Herausforderungen der heutigen Zeit zu meistern und in gegenseitigen Austausch zu bringen. Ein wesentlicher Ansatz dabei ist, dass die Vereine darin unterstützt werden, für demokratische Werte in der Gesellschaft einzustehen und bei undemokratischen Verhaltensweisen intervenierend vorzugehen.

Veranstaltungsort: Süd-/Nordthüringen

Zielgruppe: Multiplikator*innen aus Gruppen und Vereinen

 www.th.leb.de

AWO Bildungswerk Thüringen gGmbH

Teilhabe und Mitbestimmung helfen Kindern dabei, demokratische Werte und Strukturen zu verinnerlichen, Selbstwirksamkeit zu erfahren und in jungen Jahren Resilienz auszubilden. Der Erwerb dieser Kompetenzen hat positive Auswirkungen auf den späteren Lebensverlauf und ist der erste Baustein in einer Präventionskette gegen Radikalisierung.

Durch frühe Beteiligung bekommen Kinder ein Gespür für demokratische Aushandlungsprozesse, welche ohne die Anwendung von Gewalt und in Kooperation mit anderen ausgetragen werden. Durch partizipative Methoden lernen Kinder, ihre eigene Meinung darzulegen, aber auch, die Meinung anderer anzuhören und eine gemeinsame Lösung zu finden. Partizipation verbessert so die Kommunikationsfähigkeit von Kindern. Da Gewalt häufig durch Vorurteile gegen bestimmte Gruppen legitimiert wird, kann mehr soziale Integration bereits im Bereich der frühkindlichen Bildung eine erste präventive Maßnahme darstellen, um eine inklusivere Gesellschaft zu erreichen, an welcher alle Menschen unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem sozioökonomischen Hintergrund teilhaben können.

Im Rahmen des Projektes möchten das AWO Bildungswerk anknüpfend an die Erfahrungen aus 2018 weitere Methoden und Ansätze zur Demokratiebildung in der Kita ausprobieren und in kleinen Projekten in Einrichtungen umsetzen. Dabei geht es zum einen wieder um die Frage, wie Kinder ihren Alltag in der Kita altersgerecht und angemessen mitbestimmen und gestalten und partizipative Strukturen in Einrichtungen implementiert werden können. Zum anderen geht es um die Sensibilisierung von Kindern für demokratische Prozesse durch  konkretes Erfahrbar- und Erlebbarmachen von Partizipation und Mitbestimmung.  

In dem Maße, wie pädagogische Fachkräfte sich der Wirkmechanismen und der Verantwortung bewusst werden und ihre Handlungsmöglichkeiten ausloten und reflektieren und in kleinen Projekten mit den Kindern erproben, finden gleichzeitig gesellschaftliche Bildungsprozesse statt, die über die Kitas hinaus im privaten Bereich, in der Arbeit mit Eltern und im Umfeld der Kita wirken. Die Kitas als Bildungsinstitutionen können hier eine wirksame – über die Arbeit in der Kitas hinausgehende – integrative Kraft entwickeln.

Weiterführendes Ziel ist es, Methoden und Konzeptbausteine später in einer Handreichung/Empfehlung zusammenzufassen (best practice – von der Praxis für die Praxis).

 www.awobildungswerk.de

 

 

Diakonisches Bildungsinstitut Johannes Falk gGmbH

Das in Rastenberg im Jahr 2018 begonnene Projekt soll 2019 fortgeführt werden. Aufbauend auf die durch das DBI initiierte „Demokratiewerkstatt“ sollen Menschen mit kognitiven Einschränkungen und Lernschwierigkeiten, die in der Kleinstadt mit ihren insgesamt rund 2500 Einwohnern leben, weiter dabei begleitet werden, sich aktiv an kommunalpolitischen Prozesse ihres Heimatortes zu beteiligen.

Dafür werden die ersten mit der Wählergemeinschaft „Gemeinsam für Rastenberg“ geknüpften Kontakte aufgegriffen und vertieft. Mit dem 29. Januar 2019 wurde hierfür bereits ein konkreter Termin verabredet. Nach derzeitigem Stand plant die Wählergemeinschaft im ersten Halbjahr 2019 eine erneute „Bürgerwerkstatt“, bei der sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zum Thema „Barrierefreiheit in Rastenberg und seinen angrenzenden Ortsteilen“ austauschen sollen. Das DBI möchte die Einbeziehung der ortsansässigen Menschen mit Behinderung in diese Veranstaltung wie auch in die nachfolgenden Mitwirkungsprozesse unterstützen.

Neben der Moderation des Kontaktes zur Wählergemeinschaft gilt es insbesondere, die Menschen mit Behinderung vorbereitend zu befähigen, ihre Erfahrungen, Sichtweisen und Interessen selbstbestimmt und möglichst eigenständig in die Beschäftigung mit kommunalpolitischen Themen zu artikulieren und einzubringen.

 https://www.dbi-falk.de/

Evangelische Erwachsenenbildung Thüringen

Die im Rahmen des Projektes in 2018 entwickelten Ansätze sollen exemplarisch erprobt werden. Ort der Durchführung ist das Wielandgut in Oßmannstedt (Kreis Weimarer Land).

Hintergrund: Die weitaus meisten Angebote der politischen Bildung finden im städtischen Raum und für einen städtisch geprägten Teilnehmendenkreis statt. Gerade auf dem Land – das zeigen nicht zuletzt Wahlergebnisse – werden jedoch Verschiebungen in der politischen Landschaft zuerst wirksam. Zugleich gibt es nur wenige akzeptierte und längerfristig erfolgreiche Formen der Ansprache zu politischen Fragestellungen in den davon am stärksten geprägten Milieus.

Im Rahmen des Projektes sollen Erfahrungen von in diesem Feld aktiven Akteuren ausgewertet und in neue Formate der Ansprache übertragen werden. Dieser Prozess soll Werksattcharakter tragen. Aus den Ergebnissen soll mindestens ein Konzept realisiert werden, nach Möglichkeit aber auch mehrere Angebote in die Praxis übertragen und ausgewertet werden.

 http://www.eebt.de/de

LSB Bildungswerk Thüringen GmbH

Ein Leitfaden für Demokratie-Retter

Spätestens seit der Wahl von Donald Trump wissen wir: Unsere liberale Demokratie ist in Gefahr. Ernsthaft. Wir haben keinerlei Garantie, dass autoritäre Kräfte nicht auch bei uns die Oberhand gewinnen. Was also tun? Wie können wir die Substanz unserer Demokratie verteidigen gegen die immer lauter und dreister werdenden Verächter – auch jenseits der Wahlkabine? Wie andere ermutigen, mitzumachen? Der Journalist und Philosoph Jürgen Wiebicke gibt uns zehn griffige Regeln an die Hand, mit deren Hilfe jeder von uns jederzeit anfangen kann. Vor der eigenen Haustür. Im Alltag. Denn – und daran müssen wir uns wieder erinnern: Die Demokratie ist mehr als eine Regierungsform, sie ist eine Lebensform, die wir immer wieder aufs Neue beleben und verteidigen müssen.

Durchführung:

Rundreise an zwei Tagen durch Thüringen mit dem Buchautor und Journalist Jürgen Wiebicke, Buchvorstellung/Lesung aus "Zehn regeln für Demokratie-Retter" und Gesprächsrunden mit Bürgern

2-3 Termine vor Ort (3h), zu Gast bei Vereinen, (z.B. Wanderleitern und ihren Wandergruppen, Angelverein, Feuerwehr - vorhandene Netzwerke des Ortes im ländlichen Raum sollen genutzt werden)

 www.lsb-bildungswerk.de

PARITÄTISCHES Bildungswerk Landesverband Thüringen e.V.

Bildung beginnt bereits im Kindesalter. Auch politische Bildung kann bereits hier ansetzen. Damit sie allerdings erfolgreich und nachhaltig bei den Kindern und Jugendlichen ankommt, und um Bildungslücken und Interessenmangel an der Politik im Erwachsenenalter vorzubeugen, gilt es vor allem im ländlichen Raum den passenden Ansatz zu finden.
Das PARITÄTISCHE Bildungswerk Landesverband Thüringen e.V. will den Einsatz kreativer Methoden von pädagogischem Personal (von KITA über Schule bis Freizeit) fördern, so dass durch die Kinder- und Jugendarbeit Defizite in der Bildung verhindert werden.

Ein Angbeot des PARITÄTISCHEN Bildungswerkes für Pädagogisches Personal in der Kinder- und Jugendarbeit

Zweitägige Multiplikator*innenenschulung:

pädagogisches Personal aus der Kinder- und Jugendarbeit soll mit kreativen Methoden der politischen Bildung vertraut gemacht werden, um diese anwenden zu können. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt dabei auf Demokratiebildung, Partizipation und Toleranz.

Ziel: Pädagogisches Personal kann durch verschiedene Methoden

  • gesellschaftliche Zusammenhänge vermitteln,
  • Orientierung ermöglichen,
  • zur Mitgestaltung/ Mitwirkung in der Demokratie anregen, notwendige Kompetenzen zum Mitwirken vermitteln.

 

 www.pbw-thueringen.de


Veranstaltungen im Überblick - 2018

Mit den Veranstaltungen sollten verschiedene Formate und Ansätze für die politische Bildung aufgezeigt und in unterschiedlichen Zusammenhängen getestet werden.

Ohne Revolution keine Demokratie

Für Teamer*innen, Multiplikator*innen und Gewerkschaftssekretär*innen

Anlässlich der Sonderausstellung "Die Bakuninhütte - Meininger Arbeiterfamilien auf utopischen Pfaden" im Tivoli Gotha will Arbeit und Leben Thüringen eine Auseinandersetzung
mit der Novemberrevolution 1918 anregen. Dabei sollen Unterrichtsmaterialien entstehen,
die am Beispiel Gotha Ursachen, Verlauf und Folgen der Novemberrevolution erörtern.
Es werden Revolution, Verfassung, Demokratie, Mitbestimmung und die (Bildungs-) Reformen 1918 thematisiert.

Die Veranstaltungsmodule (Minimodule) und Weiterbildungen umfassen Vorträge, Diskussionen und Unterrichtsmaterialien

Studienreise nach Berlin zum Thema "100 Jahre Novemberrevolution"

Für Aktive in der Erwachsenenbildung/ Teilnehmende nach dem Thüringer Bildungsfreistellungsgesetz

Seit dem Inkrafttreten des Bildungsfreistellungsgesetzes im Jahr 2016 konnte das DGB-Bildungswerk Thüringen e.V. bereits Erfahrungen mit dem Format des einwöchigen Seminares im Bereich der politischen Bildung sammeln. Diese sollen nun durch ein Seminarkonzept um die Novemberevolution von 1918 vertieft
werden, so dass im doppelten Sinn ausdemokratischen Umbrüchen gelernt werden kann. Die Bedeutsamkeit der
Novemberrevolution von 1918 soll in den Köpfen der Menschen wieder präsent werden. Dafür werden Fragen um Ursachen und Folgen der Revolution, deren Akteure/-innen und deren Ziele geklärt. Es wird erforscht, welche Spuren die Revolution in Berlin hinterlassen hat, wie wir 100 Jahre später auf sie blicken und welche Forderungen noch aktuell sind.

Die Erfahrungen aus vorangegangenen Seminaren sollen angewendet und auf das "schwierige" Thema übertragen werden.

Bildungsfreistellungsseminar vom 12.11. bis 16.11.18 in Berlin
Maximal 18 Teilnehmende

Es wird eine pädagogisch-didaktische Auswertung in Form von Begleitung des einwöchigen
Seminarangebotes im Bereich der historisch - politischen Bildung geben, das sich mutliperspektivisch und
methodenvielfältig mit dem 100. Jahrestag der Novemberrevolutionbeschäftigt

Die Weimarer Verfassung vom 11.08.1919 formuliert im Artikel 165 "Die Arbeiter und Angestellten sind dazu berufen, gleichberechtigt in der Gemeinschaft mit den Unternehmen an der Regelung der Lohn und Arbeitsbedingungen sowie an der gesamten wirtschaftlichen Entwicklung der produktiven Kräfte mitzuwirken". Damit beginnt die Geschichte der betrieblichen Mitbestimmung und deren entsprechenden Gesetzgebungen und Umsetzungen. Diesem will das Bildungswerk ver.di Thüringen in seinem Projekt nachgehen.

für Ehrenamtliche, teamende, Mitglieder betrieblicher Interessenvertretungen, Interessierte

Veranstaltungsort: Saalfeld

Evangelische Erwachsenenbildung Thüringen

Verschiebungen in der politischen Landschaft werden auf dem Land zuerst wirksam. Im Gegensatz dazu steht, dass die meisten Angebote der politischen Bildung in städtischen Gebieten stattfinden. Der logische Schluss daraus ist, dass man die politische Bildung auch aufs Land und somit zur ländlichen Bevölkerung bringen muss. Allein die Angebote im ländlichen Raum anzusiedeln reicht allerdings nicht. Die Aufgabe der Erwachsenenbildung ist es, für akzeptierte, längerfristige und erfolgreiche Formen der Ansprache zu politischen Fragestellungen zu sorgen. Doch welche Faktoren machen Angebote der Erwachsenenbildung akzeptiert, längerfristig und erfolgreich? Im Rahmen ihres Teilprojektes will sich die EEBT dieser Frage stellen und Formate für mögliche Angebote entwickeln.

Ein Angbot der Evangelischen Erwachsenenbildung Thüringen

Veranstaltungsort: Wielandgut

LSB Bildungswerk Thüringen GmbH

mit Jürgen Wiebicke und seinem Buch "Zehn Regeln für Demokratie - Retter" und Wanderfreunden/ Bürgern

Die aktuellen Ereignisse zeigen immer wieder, wie wichtig es ist unsere Demokratie gegen autoritäre Angriffe zu verteidigen. Dieser Kampf beginnt im Alltag, so dass jeder in seinem persönlichen Umfeld gefordert ist. Auch die Erwachsenenbildung kann einen Beitrag leisten, indem sie die Bevölkerung zum Nachdenken und Hinterfragen anregt, sowie neue Perspektiven und Informationen vermittelt. Der LSB Thüringen will genau das schaffen und setzt dazu in Wandergruppen an. So wird nicht nur die städtische Bevölkerung angesprochen, sondern die Teilnehmenden und Leiter der Wandergruppen tragen ihre Perspektiven in den ländlichen Raum, sodass ein raumübergreifender Kampf für die Demokratie stattfinden kann.

für Wanderleiter, Wandergruppe, alle Interessierten

Deutsches Bildungsinstitut "Johannes Falk"

Viele Menschen haben das Bedürfnis sich für die Gemeinschaft und ihren Lebensraum zu engagieren. Zu diesen Menschen gehören auch Menschen mit Behinderung. Auf dem Land sind die Möglichkeiten zur Partizipation für Jedermann beschränkt und unzureichend kommuniziert. Für Menschen mit Behinderung gilt das insbesondere. Außerdem kommt noch hinzu, dass sie oft Unterstützung brauchen oder ihre Möglichkeiten überhaupt nicht kennen.
Im Rahmen des Teilprojektes sollen Menschen mit Behinderung die nötige Unterstützung erfahren, über ihre Möglichkeiten aufgeklärt werden und an der Kommunalpolitik ihrer Gemeinde partizipieren.

Vorbereitungsveranstaltung des DBI: Einführung zu Politik und Partizipation für die Zielgruppe Bürgerwerkstatt Rastenberg: Das DBI begleitet und unterstützt Teilnehmenden bei Werkstatt

Auswertungsveranstaltung des DBI: Auswertung der Bildungswerkstatt & Gedanken zu möglichen weiteren Schritten der Partizipation in Rastenberg mit der Zielgruppe

AWO Bildungswerk gGmbH

Lerntransfer durch Praxisprojekte

Vorurteile gegen bestimmte Gruppen und Radikalisierung sind nicht selten. Den Grundstein einer Präventionskette siehtdas AWO Bildungswerk Thüringen gGmbH bereits im frühkindlichen Bereich. Durch Teilhabe und Mitbestimmung in KITAs sollen Kinder demokratische Werte und Strukturen verinnerlichen, Selbstwirksamkeit erfahren, sowie in jungen Jahren Resilienz ausbilden. Außerdem bekommen die Kinder ein Gespür dafür wie Aushandlungsprozesse gewaltfrei und kooperativ umsetzbar sind, so dass gemeinsame Lösungen möglich werden. Zusammengefasst wird die Entwicklung des Kindes nachhaltig beeinflusst, wenn man frühzeitig eine derartige Sensibilisierung schafft. Möglich wird das, wenn pädagogische Fachkräfte sich über ihre Wirkmechanismen bewusst werden und ihre Handlungsmöglichkeiten ausloten und reflektieren. Dies kann sich auf das private Umfeld der Erzieher*innen ausweiten.

Leitfragen/ Motive:

Wie könne Kinder ihren Alltag altersgerecht mitgestalten und mitbestimmen?

Wie können partizipative Strukturen in Einrichtungen implementiert werden?

Sensibilisierung von Kindern für demokratische Prozesse durch Erfahrbarmachen von Partizipation in der Gemeinde

Thüringer Landvolkbildung e.V.

Thüringen ist vor allem ländlich geprägt. Wenn es Veränderungen im ländlichen Raum gibt, kann das auf das gesamte Bundesland ausstrahlen. Die Landwirtschaft ist einer der größten Sektoren im ländlichen Raum und die Frauen, die in der Landwirtschaft arbeiten, haben zunehmend Aussagekraft. Sie wirken als Multiplikator*innen für politische Ausrichtungen, wodurch sie großen Einfluss auf ihr Umfeld haben. Aufgrund der Wirkung der Frauen auf dem Land ist es von großer Bedeutung diese explizit in die politische Bildung zu integrieren und zu informieren.

Bildungsfahrt nach Berlin:

Fachgespräch mit Kees de Vries:  Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft)im Deutschen Bundestag, Besprechung fachspezifischer Themen

Stadtführung: Stätten und Geschichten politischer Bildung - Demokratiebildung

 

 

Thüringer Landvolkbildunge.V.

Egal welchem Bildungsstand jemand entspringt oder wo dieser aufwächst, politische Bildung sollte für jeden zugänglich sein. Wie u.a. die PISA-Studie zeigt, weisen Leute aus sozial schwachen Milieus trotzdem oft Bildungslücken auf. Das hat die Folge, dass gefährliche populistische Parolen oft nicht hinterfragt werden.
Gerade Jugendliche und junge Erwachsene aus dem ländlichen Raum weisen diese Schwierigkeiten auf und entwickeln dadurch oftmals ein schwieriges Verhältnis zu Demokratie und Demokratieverständnis.
Um das Interesse der Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu wecken, will die Thüringer Landvolkbildung das Thema Demokratie durch unterschiedliche mediale Zugänge unterstützen.

Ein Projekt der Thüringer Landvolkbildung für Jugendliche und junge Erwachsene aus sozial schwachen Milieus mit multiplen Problemlagen und Bildungslücken sowie schwierigem Verhältnis zu Demokratie und Demokratieverständnis

Ein-Tages-Workshop:

Wie definieren Jugendliche und junge Erwachsene Demokratie?

Wo und wie leben Jugendliche und junge Erwachsene Demokratie?                                           

Wie hat sich Demokratie in den letzten 100 Jahren verändert?

Im und nach dem Unterricht:

Kleine Sequenzen zu einzelnen Epochen der letzten 100 Jahre werden erarbeitet, gestalterisch entwickelt und umgesetzt. Dabei stehen Demokratie und Demokratieentwicklung im Mittelpunkt.

Kurzfilm:

Der erarbeitete Inhalt wird szenisch verschieden dargestellt und mit medialer Technik festgehalten. Die Ergebnisse werden im August bei einem Sommerfest als Kurzfilm präsentiert.

Update:

Wir freuen uns, Ihnen das Ergebnis des Workshops auch auf unserer Website präsentieren zu dürfen! Sehen Sie selbst...  bitte hier entlang!

PARITÄTISCHES Bildungswerk Landesverband Thüringen e.V.

Bildung beginnt bereits im Kindesalter. Auch politische Bildung kann bereits hier ansetzen. Damit sie allerdings erfolgreich und nachhaltig bei den Kindern und Jugendlichen ankommt, und um Bildungslücken und Interessenmangel an der Politik im Erwachsenenalter vorzubeugen, gilt es vor allem im ländlichen Raum den passenden Ansatz zu finden.
Das PARITÄTISCHE Bildungswerk Landesverband Thüringen e.V. will den Einsatz kreativer Methoden von pädagogischem Personal (von KITA über Schule bis Freizeit) fördern, so dass durch die Kinder- und Jugendarbeit Defizite in der Bildung verhindert werden.

Ein Angbeot des PARITÄTISCHEN Bildugnswerkes für Pädagogisches Personal in der Kinder- und Jugendarbeit

Zweitägige Multiplikator*innenenschulung: pädagogisches Personal aus der Kinder- und Jugendarbeit soll mit kreativen Methoden der politischen Bildung vertraut gemacht werden, um diese anwenden zu können. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt dabei auf Demokratiebildung, Partizipation und Toleranz.

Ziel: pädagogisches Personal kann durch verschiedene Methoden

·       Gesellschaftliche Zusammenhänge vermitteln,

·       Orientierung ermöglichen,

·        zur Mitgestaltung/ Mitwirkung in der Demokratie anregen, notwendige Kompetenzen zum Mitwirken vermitteln.

AG Regionale Bildung

Die Kooperationspartner der AG Regionale Bildung sind als Vereine Orte sozialer Teilhabe, gelebter Gemeinschaft und Orte der Begegnung und des Austausches. Besonders auf dem Land ist für eine intakte Gesellschaft freiwilliges Engagement wichtig. Es fungiert als Haltefaktor für die Bevölkerung und zur Sicherung der Lebensqualität. Dazu braucht es ein "buntes" Vereinsleben als Stärkung demokratiefördernder Potentiale. Die AG Regionale Bildung will dies unterstützen und ihren Vereinen dabei helfen Herausforderungen der heutigen Zeit  zu meistern und in gegenseitigen Austausch zu bringen. Ein wesentlicher Ansatz dabei ist, dass die Vereine darin unterstützt werden für demokratische Werte in der Gesellschaft einzustehen und bei undemokratischen Verhaltensweisen intervenierend vorzugehen.

Ein Angbeot der AG Regionale Bildung an Multiplikatoren*innen aus Gruppen und Vereinen

 

Befragung der Haupt- und Ehrenamtlichen:

·        zur derzeitige Situation?

·        zur Zukunft für Verein/ Institution

·        zu Sichtweisen, Einstellungen, Interessen (zum Ehrenamt und Migrant/-innen)

Bearbeitung der Befragungsergebnisse in Netzwerkveranstaltungen als Themen:

·        Teilhabe, aktive Mitbestimmung und Mitmachen im Verein

·        Gewaltfreie Kommunikation

·        Unsere Zukunft aktiv gestalten

 

 

Bildungswerk im Bistum Erfurt

Gerade auf dem Land fühlen sich viele Menschen unverstanden oder haben das Gefühl einer großen Lücke zwischen den politischen Entscheidungsträgern und "normalen“ Bürgern. Das Vertrauen in die Problemlösungskompetenz der politischen Entscheidungsträger und Körperschaften angesichts neuer gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Herausforderungen in Teilen der Bevölkerung schwindet. Diesem Trugschluss will das Bildungswerk im Bistum Erfurt entgegenwirken und einen Einblick vermitteln, wie schwierig die Debatten über gesellschaftliche Entwicklungen sowie deren Steuerung und Abgrenzung in der Praxis sind. Gleichzeitig kann mit dem Projekt auch dem Gestaltungspotenzial der Bevölkerung entsprochen werden. Indem ein realistisches Bild davon gezeigt wird, wie "Politik im Alltag" funktioniert und welche Rolle jeder einzelne spielt. 

Ein Angebot des Bildungswerks im Bistim Erfurt für junge Erwachsene aus dem Bereich des Kolpingwerk Diözesanverbandes Erfurt

Planspiel:

  • Tagesveranstaltung
  • Entwurf eines eigenen Gesellschaftssystems
  • Anleitung durch eine Filmvorführung und unter der Grundbedingung, dass Grundgesetz und die allgemeine Erklärung der Menschenrechte Anwendung finden
  • Auseinandersetzung mit Menschenrechten und  unterschiedlichen politischen Systemen
  • Wahl des politischen Systems und Verfasstheit staatlicher Institutionen
  • Verfassung und Gliederung des Staates
  • Begründung des Staatsgebietes