Politische Bildung

Die freien Träger der Erwachsenenbildung haben sich 2018 auf den Weg gemacht, um in der politischen Bildung neue Wege zu beschreiten.

Sie haben sich damit der Herausforderung gestellt, dass es mehr und vielschichtigere demokratieunterstützende Angebote braucht, um eine positive und der Demokratie zugewandte Grundstimmung bei der Thüringer Bevölkerung zu fördern.

Die   Zwischenergebnisse wurden im Rahmen eines politischen Fachgespräches im Thüringer Landtag mit den Bildungspolitikern ausgewertet.

Auf Grundlage der gewonnen Erfahrungen und Erkenntnisse haben die anerkannten Träger der Erwachsenenbildung ihre Angebote weiterentwickelt, ergänzt und neu aufgelegt. Auch 2019 sind zahlreiche Veranstaltungen geplant. Die Angebote der freien Träger finden Sie hier.

Sämtliche Aktivitäten werden wie bereits im Jahr 2018 ermöglicht durch die Förderung des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport (TMBJS) als auch durch die Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen (LZT).


Veranstaltungen im Überblick - 2019

Aufbauend auf den Erfahrungen aus 2018 sollen die verschiedenen Formate und Ansätze für die politische Bildung, welche im letzten Jahr aufgezeigt und getestet wurden, fortgeführt und ausgebaut werden.

Arbeit und Leben Thüringen e.V.

Das Jahr 1919 ist ein Jahr des Umbruchs. Mit der Weimarer Reichsverfassung wird erstmals die Mehrheit der Bevölkerung wahlberechtigt – v. a. aufgrund des Frauenwahlrechts. Revolutionäre Umbrüche kennzeichnen eine eine Situaltion der Unsicherheit für die alten herrschenden Eliten, wie auch für aufstrebende und sich mehrfach spaltende politische Akteure wie die Arbeiterbewegung. Welche Chancen gabes, wie wurden sie genutzt und vertan. Diesen Fragen wird im Rahmen mehrerer Veranstaltungen im Jahr 2019 nachgegangen.

Arbeit und Leben führt dabei das Projekt „Ohne Revolution keine Demokratie" des Jahres 2018 in Gotha fort.

 www.arbeitundleben-thueringen.de

Bildungswerk im Bistum Erfurt

2018 wurde das soziale Experiment „Demokratie von unten“ erstmals angeboten. Im Jahr 2019 soll dieses Angebot fortgesetzt werden, um mit diesem Format – gerade angesichts der anstehenden Kommunal-, Europa- und Landtagswahlen – einen Beitrag zur politischen Bildung zu leisten und die Wirkung in die Breite zu verstärken.

Das soziale Experiment richtet sich v.a. an junge Erwachsene. Vereine und Verbände werden angeschrieben, ob ein Interesse an der Durchführung der Veranstaltung in Kooperation besteht. Als Kern des Projektes soll die Landbevölkerung im Eichsfeld angesprochen werden. Dies ist aufgrund des schnellen gesellschaftlichen Wandels, besonders im ländlichen Raum, geboten.

Wie kann Partizipation gelingen, wenn immer weniger Menschen auf dem Land leben?

Viele Menschen fühlen sich nicht verstanden oder sind der Ansicht, dass es eine große Lücke gibt zwischen den politischen Entscheidungsträgern und der „Basis“ der Demokratie, den „normalen“ Bürgern. Das Vertrauen in die Problemlösungskompetenz der politischen Entscheidungsträger und Körperschaften angesichts neuer gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Herausforderungen in Teilen der Bevölkerung schwindet. Genau diesem Trugschluss soll mit dem von uns geplanten sozialen Experiment entgegengewirkt werden. Die Teilnehmer sollen einen Einblick in die politische Praxis vermittelt bekommen. Ein Gegeneinander ohne Regeln des Zusammenlebens führt zu gesellschaftlicher Spaltung, zu Konflikten und einem schematischen Denken „Wir gegen die – eigenes Fortkommen ohne Kompromisse“.

Gleichzeitig kann mit dem Projekt auch dem Gestaltungspotenzial der allgemeinen Bevölkerung entsprochen werden. Es kann das Gefühl bei den Betroffenen geweckt werden: Ich werde ernst genommen, meine Kritik wird gehört und die Umsetzung von bloßen Forderungen ist in einem demokratisch verfassten System nicht so einfach. Denn im Alltag verzweifeln viele normale Bürger an der Komplexität politischer Entscheidungen. Wie wirken sich Entscheidungen in anderen Teilen der Welt auf das demokratische Prozedere in Deutschland und Europa, aber noch viel mehr im konkreten politischen Alltag in Thüringen oder konkret dem Eichsfeld aus? Welche demokratischen Hürden müssen genommen werden und aus welcher historischen Erfahrung rühren diese Hürden her und gelten diese Begründungen für bestehende Hürden heute auch noch? Es soll also auch ein realistisches Bild davon gezeigt werden, wie „Politik im Alltag“ funktioniert und welche wichtige Rolle jeder einzelne spielt.

 www.bistum-erfurt.de/bildung_kultur_engagement/bildungswerk/

DGB-Bildungswerk Thüringen e.V.

Die Protagonisten der Novemberrevolution von 1918 erkämpften zahlreiche politische, demokratische und soziale Rechte, die bis heute fortwirken: das allgemeine, gleiche, freie und geheime Wahlrecht für Männer UND Frauen, die Mitbestimmung in betrieblichen Angelegenheiten durch Betriebs- und Personalräte, die Einführung des 8-Stunden-Tags. Das Ende der Monarchie und die Durchsetzung der parlamentarischen Demokratie war einer der wichtigsten demokratischen Umbrüche in der deutschen Geschichte, der sich 2019 zum 100. Mal jährt.

Trotz der großen Bedeutung der Revolution ist das öffentliche Bewusstsein über diesen demokratischen Umbruch in der Bevölkerung nur gering ausgeprägt, ist der 9. November 1918 durch die Ereignisse in den Jahren 1923, 1938 und 1989 in der öffentlichen Wahrnehmung überlagert. Zudem werden die Ereignisse oft aus heutigem Blickwinkel erzählt und laufen auf die Einführung der parlamentarischen Demokratie hinaus. Eine Entwicklung, die aus der Perspektive von 1918 durchaus nicht zwangsläufig war und zu der es Alternativen gab. Auch bei der Frage des historischen Akteurs wird oft auf die individuellen Protagonisten fokussiert, die die "große Politik" prägten: Ebert, Scheidemann, Luxemburg, Liebknecht.

Mit der geplanten Theateraufführung des Stücks "Revolution!? - Ein Schauspiel zu den politischen Umbrüchen in Deutschland 1918/19" des Axensprungtheaters will das DGB Bildungswerk dem etwas entgegen setzen. Das Stück führt vom Auftstand der Kieler Matrosen im Oktober/November 1918 und der Gründung der dortigen Soldaten- und Arbeiterräte hin zur Rätebewegung in Hamburg (und Bremen u. a.), der letzlichen Hinwendung zur parlamentarischen Demokratie, den Gründen und Auswirkungen der "Sülzeunruhen" in Hamburg als letztem Höhepunkt der Auseinandersetzungen bis hin zur gesamtdeutschen Zerschlagung und Unterdrückung der verbliebenen basisdemokratischen Bewegungen durch die Freikorps, federführend unter Reichswehrminister Noske. Zudem wird in der Inszenierung des Stücks ein expliziter Bezug zu heute hergestellt.

Das geplante Projekt möchte mit der Form des politischen Theaters eine alternative Form der Bildungsvermittlung erproben und das Interesse an einem wichtigen demokratischen Umbruch auch bei Menschen wecken, die sich sonst nicht mit dem Thema auseinandersetzen würden. Durch die einmalige Aufführung soll zudem eine Art Eventcharakter entstehen, wodurch ebenfalls mehr Aufmerksamkeit für das Thema generiert werden soll.

Im Anschluss erfolgt eine Auswertung unter den beteiligten BildungsreferentInnen.

 www.dgb-bwt.de

Landvolkbildung Thüringen e.V.

Zeitraum:

Juli bis Dezember 2019

Zielgruppe:

Pädagogische Mitarbeiter, Mitarbeiter in der Verwaltung / Leitung, Sonstige Mitarbeiter, Ehrenamtliche, Elternvertretung

Angebot:

Es werden sechs Module zu Themen der politischen Bildung, zur Sensibilisierung interkultureller Themen sowie zum Thema Demokratieentwicklung, -förderung und -aufbau angeboten. Alle Module sind frei wähl- und/oder kombinierbar und können sowohl in den Einrichtungen selbst als auch in der Räumen der Landvolkbildung Thüringen e.V. angeboten werden. Sie werden in angenehmer Seminar-Atmosphäre didaktisch wertvoll und von erfahrenem Lehrpersonal erwachsenenbildungsgerecht umgesetzt.

Inhalte:

  • Kulturen der Welt I - Erziehung und Bildung in anderen Ländern und was wir darausfür unsere Praxis mitnehmen
  • Kulturen der Welt II - Werte, Wertesysteme und Diversity Management
  • Demokratie - ein schwieriges Thema für schwieriges Klientel - Sensibilisierung des Klientel
  • Menschenrecht eund ihre Chancen für den ländlichen Raum - Wie erleben wir Menschenrechte? Wie gehen eir damit um? Wie können wir sie in unserem Berufsalltag verwirklichen?
  • Macht und Medien - Wie Medien unsere Werte beeinflussen - Wie Medien uns politisch bilden
  • Elternarbeit - Eltern helfen, ihre Kinder für politische Bildung zu sensibilideren

 

Ziele:

Sensibilisierung von Fachkräften als Multiplikatoren des ländlichen Raumes für politische Themen in Kindertageseinrichtungen, Schulen, Jugendtreffs- und Freizeitzentren, Kirchengemeinden und sozialen Einrichtungen

Erfahrungsaustauschaus der realen Praxis - Bearbeitung bestehender Gegebenheiten und Entwicklung gemeinsamer Lösungsansätze, um:

  • Missverständnissen und Vorurteilen zu begegnen, diese auszuräumen und zu verringern
  • Diskussionen zu entschärfen
  • kritische Themen in der Gruppenarbeit / alltäglichen Arbeit moderierend darzustellen, dabei Handlungsleitfäden für die praktische Arbeit zu entwickeln
  • alternative Wege zu gehen, gleichzeitig dabei einen Perspektivwechsel anzuregen
  • die eigene Stellung zu den einzelnen Themen zu hinterfragen und im Beruf damit pädagogisch wertvoll umgehen zu lernen

 

 www.landvolkbildung.de

ver.di-Bildungswerk Thüringen e.V.

Die Weimarer Verfassung vom 11.08.1919 formuliert im Artikel 165 "Die Arbeiter und Angestellten sind dazu berufen gleichberechtigt in der Gemeinschaft mit dem Unternehmen an der Regelung der Lohn- und Arbeitsbedingungen sowie an der gesamten wirtschaftlichen Entwicklung der produktiven Kräfte mitzuwirken". Damit beginnt die Geschichte der betrieblichen Mitbestimmung und deren entsprechender Gesetzgebung und Umsetzung.

Das Bildungswerk ver.di Thüringen e.V. geht in diesem Projekt zur politischen Bildung einerseits den Anfängen und der Entwicklung der betrieblichen Mitbestimmung seit der Weimarer Verfassung nach und betrachtet damit zugleich die Rolle der Gewerkschaften im Kampf um und Erhalt heute "selbstverständlicher" Regelungen wie Arbeitszeiten, Urlaub, Tariflohn u.a..

Das Bildungswerk ver.di Thüringen e.V. plant dazu in Fortsetzung des 2018 begonnenen Projektes für 2019 eine weitere offene Veranstaltung für Interessierte, Teamende und Referent*innen, Ehrenamtliche in betrieblichen Gremien wie Betriebsräten, Personalräten, Jugendauszubildendenvertretungen, haupt- und ehrenamtliche ver.di-Mitglieder.

Veranstaltungsort ist die ver.di Bildungsstätte Saalfeld.

Veranstaltungstermin ist im November 2019, aus Anlass des 100 Jahre Weimarer Republik.

Konzept und Materialien, welche im Rahmen des 2018 begonnen Projektes erarbeitet wurden, sollen mit der für November 2019 geplanten Veranstaltung umgesetzt und einem deutlich größeren Teilnehmerkreis zugänglich gemacht werden. Das Bildungswerk ver.di Thüringen e.V. möchte damit die politische Diskussion anregen und zu mehr Partizipation auffordern.

 www.verdi-bildungswerk.de

AG Regionale Bildung

Die Kooperationspartner der AG Regionale Bildung sind als Vereine Orte sozialer Teilhabe, gelebter Gemeinschaft sowie der Begegnung und des Austausches. Besonders auf dem Land ist für eine intakte Gesellschaft freiwilliges Engagement wichtig. Es fungiert als Haltefaktor für die Bevölkerung und zur Sicherung der Lebensqualität. Dazu braucht es ein "buntes" Vereinsleben als Stärkung demokratiefördernder Potentiale.

In der Fortführung des Projektes aus 2018 will die AG Regionale Bildung dies unterstützen und ihren Vereinen dabei helfen, Herausforderungen der heutigen Zeit zu meistern und in gegenseitigen Austausch zu bringen. Ein wesentlicher Ansatz dabei ist, dass die Vereine darin unterstützt werden, für demokratische Werte in der Gesellschaft einzustehen und bei undemokratischen Verhaltensweisen intervenierend vorzugehen.

Veranstaltungsort: Süd-/Nordthüringen

Zielgruppe: Multiplikator*innen aus Gruppen und Vereinen

 www.th.leb.de

AWO Bildungswerk Thüringen gGmbH

Teilhabe und Mitbestimmung helfen Kindern dabei, demokratische Werte und Strukturen zu verinnerlichen, Selbstwirksamkeit zu erfahren und in jungen Jahren Resilienz auszubilden. Der Erwerb dieser Kompetenzen hat positive Auswirkungen auf den späteren Lebensverlauf und ist der erste Baustein in einer Präventionskette gegen Radikalisierung.

Durch frühe Beteiligung bekommen Kinder ein Gespür für demokratische Aushandlungsprozesse, welche ohne die Anwendung von Gewalt und in Kooperation mit anderen ausgetragen werden. Durch partizipative Methoden lernen Kinder, ihre eigene Meinung darzulegen, aber auch, die Meinung anderer anzuhören und eine gemeinsame Lösung zu finden. Partizipation verbessert so die Kommunikationsfähigkeit von Kindern. Da Gewalt häufig durch Vorurteile gegen bestimmte Gruppen legitimiert wird, kann mehr soziale Integration bereits im Bereich der frühkindlichen Bildung eine erste präventive Maßnahme darstellen, um eine inklusivere Gesellschaft zu erreichen, an welcher alle Menschen unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem sozioökonomischen Hintergrund teilhaben können.

Im Rahmen des Projektes möchten das AWO Bildungswerk anknüpfend an die Erfahrungen aus 2018 weitere Methoden und Ansätze zur Demokratiebildung in der Kita ausprobieren und in kleinen Projekten in Einrichtungen umsetzen. Dabei geht es zum einen wieder um die Frage, wie Kinder ihren Alltag in der Kita altersgerecht und angemessen mitbestimmen und gestalten und partizipative Strukturen in Einrichtungen implementiert werden können. Zum anderen geht es um die Sensibilisierung von Kindern für demokratische Prozesse durch  konkretes Erfahrbar- und Erlebbarmachen von Partizipation und Mitbestimmung.  

In dem Maße, wie pädagogische Fachkräfte sich der Wirkmechanismen und der Verantwortung bewusst werden und ihre Handlungsmöglichkeiten ausloten und reflektieren und in kleinen Projekten mit den Kindern erproben, finden gleichzeitig gesellschaftliche Bildungsprozesse statt, die über die Kitas hinaus im privaten Bereich, in der Arbeit mit Eltern und im Umfeld der Kita wirken. Die Kitas als Bildungsinstitutionen können hier eine wirksame – über die Arbeit in der Kitas hinausgehende – integrative Kraft entwickeln.

Weiterführendes Ziel ist es, Methoden und Konzeptbausteine später in einer Handreichung/Empfehlung zusammenzufassen (best practice – von der Praxis für die Praxis).

 www.awobildungswerk.de

 

 

Diakonisches Bildungsinstitut Johannes Falk gGmbH

Das in Rastenberg im Jahr 2018 begonnene Projekt soll 2019 fortgeführt werden. Aufbauend auf die durch das DBI initiierte „Demokratiewerkstatt“ sollen Menschen mit kognitiven Einschränkungen und Lernschwierigkeiten, die in der Kleinstadt mit ihren insgesamt rund 2500 Einwohnern leben, weiter dabei begleitet werden, sich aktiv an kommunalpolitischen Prozesse ihres Heimatortes zu beteiligen.

Dafür werden die ersten mit der Wählergemeinschaft „Gemeinsam für Rastenberg“ geknüpften Kontakte aufgegriffen und vertieft. Mit dem 29. Januar 2019 wurde hierfür bereits ein konkreter Termin verabredet. Nach derzeitigem Stand plant die Wählergemeinschaft im ersten Halbjahr 2019 eine erneute „Bürgerwerkstatt“, bei der sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zum Thema „Barrierefreiheit in Rastenberg und seinen angrenzenden Ortsteilen“ austauschen sollen. Das DBI möchte die Einbeziehung der ortsansässigen Menschen mit Behinderung in diese Veranstaltung wie auch in die nachfolgenden Mitwirkungsprozesse unterstützen.

Neben der Moderation des Kontaktes zur Wählergemeinschaft gilt es insbesondere, die Menschen mit Behinderung vorbereitend zu befähigen, ihre Erfahrungen, Sichtweisen und Interessen selbstbestimmt und möglichst eigenständig in die Beschäftigung mit kommunalpolitischen Themen zu artikulieren und einzubringen.

 https://www.dbi-falk.de/

Evangelische Erwachsenenbildung Thüringen

Die im Rahmen des Projektes in 2018 entwickelten Ansätze sollen exemplarisch erprobt werden. Ort der Durchführung ist das Wielandgut in Oßmannstedt (Kreis Weimarer Land).

Hintergrund: Die weitaus meisten Angebote der politischen Bildung finden im städtischen Raum und für einen städtisch geprägten Teilnehmendenkreis statt. Gerade auf dem Land – das zeigen nicht zuletzt Wahlergebnisse – werden jedoch Verschiebungen in der politischen Landschaft zuerst wirksam. Zugleich gibt es nur wenige akzeptierte und längerfristig erfolgreiche Formen der Ansprache zu politischen Fragestellungen in den davon am stärksten geprägten Milieus.

Im Rahmen des Projektes sollen Erfahrungen von in diesem Feld aktiven Akteuren ausgewertet und in neue Formate der Ansprache übertragen werden. Dieser Prozess soll Werksattcharakter tragen. Aus den Ergebnissen soll mindestens ein Konzept realisiert werden, nach Möglichkeit aber auch mehrere Angebote in die Praxis übertragen und ausgewertet werden.

 http://www.eebt.de/de

LSB Bildungswerk Thüringen GmbH

Ein Leitfaden für Demokratie-Retter

Spätestens seit der Wahl von Donald Trump wissen wir: Unsere liberale Demokratie ist in Gefahr. Ernsthaft. Wir haben keinerlei Garantie, dass autoritäre Kräfte nicht auch bei uns die Oberhand gewinnen. Was also tun? Wie können wir die Substanz unserer Demokratie verteidigen gegen die immer lauter und dreister werdenden Verächter – auch jenseits der Wahlkabine? Wie andere ermutigen, mitzumachen? Der Journalist und Philosoph Jürgen Wiebicke gibt uns zehn griffige Regeln an die Hand, mit deren Hilfe jeder von uns jederzeit anfangen kann. Vor der eigenen Haustür. Im Alltag. Denn – und daran müssen wir uns wieder erinnern: Die Demokratie ist mehr als eine Regierungsform, sie ist eine Lebensform, die wir immer wieder aufs Neue beleben und verteidigen müssen.

Durchführung:

Rundreise an zwei Tagen durch Thüringen mit dem Buchautor und Journalist Jürgen Wiebicke, Buchvorstellung/Lesung aus "Zehn regeln für Demokratie-Retter" und Gesprächsrunden mit Bürgern

2-3 Termine vor Ort (3h), zu Gast bei Vereinen, (z.B. Wanderleitern und ihren Wandergruppen, Angelverein, Feuerwehr - vorhandene Netzwerke des Ortes im ländlichen Raum sollen genutzt werden)

 www.lsb-bildungswerk.de

PARITÄTISCHES Bildungswerk Landesverband Thüringen e.V.

Bildung beginnt bereits im Kindesalter. Auch politische Bildung kann bereits hier ansetzen. Damit sie allerdings erfolgreich und nachhaltig bei den Kindern und Jugendlichen ankommt, und um Bildungslücken und Interessenmangel an der Politik im Erwachsenenalter vorzubeugen, gilt es vor allem im ländlichen Raum den passenden Ansatz zu finden.
Das PARITÄTISCHE Bildungswerk Landesverband Thüringen e.V. will den Einsatz kreativer Methoden von pädagogischem Personal (von KITA über Schule bis Freizeit) fördern, so dass durch die Kinder- und Jugendarbeit Defizite in der Bildung verhindert werden.

Ein Angbeot des PARITÄTISCHEN Bildungswerkes für Pädagogisches Personal in der Kinder- und Jugendarbeit

Zweitägige Multiplikator*innenenschulung:

pädagogisches Personal aus der Kinder- und Jugendarbeit soll mit kreativen Methoden der politischen Bildung vertraut gemacht werden, um diese anwenden zu können. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt dabei auf Demokratiebildung, Partizipation und Toleranz.

Ziel: Pädagogisches Personal kann durch verschiedene Methoden

  • gesellschaftliche Zusammenhänge vermitteln,
  • Orientierung ermöglichen,
  • zur Mitgestaltung/ Mitwirkung in der Demokratie anregen, notwendige Kompetenzen zum Mitwirken vermitteln.

 

 www.pbw-thueringen.de