Alphabetisierungsarbeit der anerkannten Freien Träger in der Erwachsenenbildung

Kooperation Grundbildung

Mit der Novellierung des Erwachsenenbildungsgesetzes in Thüringen haben auch die anerkannten freien Träger der Erwachsenenbildung (also die LOFT-Mitgliedsorganisationen) einen Auftrag für Alphabetisierungsarbeit erhalten.

Sie haben im Jahr 2017 verschiedene Anstrengungen unternommen, um die Alphabetisierungsarbeit der Volkhochschulen durch zusätzliche Möglichkeiten hinsichtlich ihrer eigenen Zielgruppen und pädagogischen Ansätze zu ergänzen. Hierbei wurde deutlich, dass zunächst die Sensibilisierungsarbeit einer großen Vielfältigkeit und Ausdauer bedarf, um Einfluss auf funktionale Analphabeten zu erlangen.

Für das Jahr 2018 hatten sich bereits sieben freie Träger für die Alphabetisierungsarbeit positioniert. Sie haben ihre Projektansätze gemeinsam entwickelt und nutzten ihre vielfältigen Zugänge. Die Landesorganisation fungierte als Basisnetzwerk, um den Erfahrungsaustausch zwischen den Trägern zu befördern und Synergien zu erzielen. Die Abstimmung mit den Volkshochschulen fand zu Beginn des Jahres im Rahmen eines gemeinsamen  Workshops von TVV und LOFT statt. Hierbei wurden u.a. die grundlegenden Qualitätskriterien für die Zusammenarbeit erarbeitet und festgelegt.

Die Erfüllung der Kriterien wurde im Frühjahr 2019 in einem weiteren Workshop der Landesverbände evaluiert. Derzeit führen die freien Träger ihre im letzten Jahr begonnen Aktivitäten fort und setzen dabei einerseits auf Festigung und Weiterentwicklung der begonnenen Projekte sowie auf anhand gewonnener Erfahrungen modifizierte Wiederholungen der Angebote. Dadurch wird die langfristige und nachhaltige Etablierung der ergänzenden Angebote im Bereich Alphabetisierungsarbeit und Sensibilisierung gefördert.

Die Veranstaltungen unserer Mitgliedseinrichtungen im Überblick - 2019

Ein Kooperationsprojekt zwischen AWO Bildungswerk Thüringen und Bildungswerk im Bistum Erfurt

Alphabetisierung ist die Grundlage lebenslanger Bildungsprozesse und eine Voraussetzung zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Den pädagogischen Fachkräften in der Kita kommt hierbei eine Schlüsselfunktion zu: Zum einen schaffen Sie für Kinder optimale Entwicklungsbedingungen zum Hineinwachsen in die Schriftsprache. Zum anderen stehen Sie in direktem Kontakt mit Eltern, die möglicherweise von funktionalem Analphabetismus betroffen sind. In mehreren Bundesländern (z.B. Sachsen-Anhalt und Niedersachsen) wurden vielversprechende Bildungsansätze entwickelt, die unter dem Schlagwort Family Literacy gefasst werden. In der Mehrzahl zielen entsprechende Projekte darauf ab, Kinder und/oder ihre Bezugsgruppen in Kontexten außerhalb der Kita zum Lesen und Schreiben anzuregen (z.B. in Stadtteiltreffs, in Mutter-Kind-Einrichtungen, Zuhause oder Bibliothek) oder pädagogische Fachkräfte in Kitas für eine frühe Begegnung mit der Schrift zu sensibilisieren. Es scheint jedoch, dass in keinem Ansatz den Erzieher*innen in der direkten Ansprache von (betroffenen) Eltern eine tragende Rolle zugewiesen wird.

2018 haben das  AWO Bildungswerk Thüringen und das  Bildungswerk im Bistum Erfurt das Projekt „Was du liest, gehört dir – Ansätze zur Eltern-Arbeit in der Kita“ erfolgreich durchgeführt. Um die Ergebnisse zu verstetigen, soll das Projekt im Jahr 2019 fortgesetzt, weiterentwickelt und auf weitere Kindertageseinrichtungen ausgedehnt werden. Die folgenden unterschiedlichen Maßnahmen sind vorgesehen:

  • In einem ersten Schritt sollen thüringenweit weitere Kindertagesstätten gewonnen werden.
  • Ein neuer Fokus soll auf die Prozessbegleitung in Form des Coachings gelegt werden. Hiermit werden in den Kitas neben den Erzieher*innen  die Sprachfachkräfte in den Blick genommen. Beiden Zielgruppen kommen Schlüsselfunktionen zu. Sie  stehen im direkten Kontakt mit Eltern, die möglicherweise von funktionalem Analphabetismus betroffen sind.
  • Mit Fortbildungen zur Literacy-Erziehung für pädagogischen Fachkräfte und Eltern soll das Konzept und die erfolgreich erprobten Methoden weiter bekannt gemacht werden. Ziele sind die Etablierung einer Kultur des Lernens und Praktizierens im Alltag von Lesen und Schreiben und eine behutsame Sensibilisierung von betroffenen Eltern.
  • Schließlich soll perspektivisch als ein weiterer Zugang zur Gesprächs- und Schriftkultur auch der digitale Aspekt in den Blick genommen werden. Welche Haltung haben pädagogische Fachkräfte gegenüber dem Einsatz von digitalen Medien wie Tablet oder  in der Kita und welche digitalen Medien werden zur Förderung der Lese- und Schreibkompetenz bereits genutzt, sind Fragen, denen nachgegangen werden sollen. Digitale Medien nehmen in der Lebenswirklichkeit der Kinder und Eltern einen großen Raum ein.  Sie bieten  die Chance, dass Eltern gemeinsam mit ihren Kindern bspw. abends eine Geschichte lesen oder mit Programmen/Apps gezielt (spielerisch) die Sprachkompetenz und die Fähigkeiten des Lesens und Schreibens üben.  Gleichzeitig sehen wir darin einen erfolgversprechenden Ansatz, über digitale Medien auch Eltern zu interessieren und anzusprechen, die mit den herkömmlichen Formen und Methoden nicht erreicht werden konnten.

 

Alle genannten Aspekte dienen den übergeordneten Zielen, das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Alphabetisierung zu schärfen und einen bedeutsamen Beitrag zur Vermeidung von Bildungsbenachteiligungen zu leisten. Dabei sind sowohl eine Wirkung in die Breite als auch die Sicherung der Nachhaltigkeit angezielt.

Ein Projekt der AG Regionale Bildung

Anknüpfend an unser Projekt im Jahr 2018 wollen wir neben weiteren Modulen zur Schulung von funktionellen Analphabeten, einen offenen Austausch zum Thema „Analphabetismus“ einrichten. Im Vordergrund soll dabeistehen, ein Bewusstsein für die individuelle Situation der Betroffenen zu schaffen. Unsere Zielgruppe werden neben den zugewanderten Frauen auch Betroffene unsere Gruppen und Vereine aus unserer Kreisarbeitsgemeinschaft Jena – Stadtroda- Eisenberg sein. 2017 führten wir im Rahmen unserer jährlich stattfindenden Regionalkonferenz einen Sensibilisierungsworkshop zur Alphabetisierung durch. Der daran anschließende Erfahrungsaustausch/ Diskussion zeigt, dass funktioneller Analphabetismus ein Thema in unseren Gruppen ist. Es werden daher die von funktionellem Analphabetismus betroffenen Gruppenmitglieder ermutigt, sich an diesem Alpha Cafe zu beteiligten. Gleichzeit soll ihnen dadurch bewusst werden, dass Analphabetismus ein weltweites Thema darstellt und sie nicht damit allein sind.

In der aufgelockerten Atmosphäre eines „Cafés“ sollen zugewanderte und einheimische Frauen zusammenkommen und sich mit bestimmten Themen beschäftigen. (z.-B. Arztbesuch; Einkauf, Besuch der Bücherei ect.). Die Teilnehmerinnen sollen angeregt und motiviert werden sich selbst mit dem Thema zu beschäftigen. Dieses soll in Kleingruppen erfolgen. Den Teilnehmerinnen soll auch die Möglichkeit eingeräumt werden, selbst Themen einzubringen. Es ist vorgesehen dass dieses Lernangebot durch begleitenden Praxiseinheiten erweitert werden soll. Das heißt, dass mittels konkreter Arbeitsaufträge die Frauen ihr Wissen in konkreten Situationen anwenden und testen sollen. Dazu ist vorgesehen, dass wir mit anderen Einrichtungen des öffentlichen Lebens, Arztpraxen und Partnern der LEB Thüringen e.V. und TOWANDA e.V. zusammenarbeiten. Ziel ist es, dass die Betroffen ihre Lese- und Schreibschwierigkeiten angesichts der vielschichtigen Herausforderungen im privaten wie beruflichen Leben als nicht unüberwindbar hinnehmen sollten.

Ein Projekt des Bildungswerkes der Thüringer Wirtschaft BWTW e.V.

In Arnstadt hat das Bildungswerk der Thüringer Wirtschaft (BWTW) 2018 das Lesecafé eröffnet. Gerade zu Beginn war es notwendig, das Angebot Multiplikatoren und potentiellen Teilnehmern vorzustellen und darüber zu informieren. Ab Herbst 2018 wurde das Lesecafé zunehmend angenommen, vor allem zur Unterstützung beim Lesen und Ausfüllen von Formularen oder zur Recherche im Internet. Auch ein Büchertausch konnte initiiert werden. Um das Angebot zu verstetigen, möchten das BWTW das Lesecafé in Arnstadt 2019 fortführen.

An drei Tagen in der Woche ist das Lesecafé geöffnet. Hier können Interessierte allein oder mit anderen Interessierten Lernspiele ausprobieren, kleine Texte lesen, Bücher in einfacher Sprache oder Online z.B. die VHS Plattform „ich-will-lernen.de“ zur Alphabetisierung nutzen. Zudem besteht die Möglichkeit der Unterstützung beim Erstellen von Briefen und Unterlagen sowie beim Ausfüllen von Formularen. Dazu zählt auch das Vorlesen von Texten und die Förderung des Textverständnisses. Ziel ist es zudem, die Eigenständigkeit und das Selbstvertrauen der Teilnehmenden zu stärken.

Fachlich wird dies durch einen Mitarbeiter des BWTW begleitet. Der Mitarbeiter hat jahrelange Erfahrung in der Erwachsenenbildung und eine interne Qualifizierung zum Thema Leichte Sprache absolviert. Weitere Qualifizierungen werden auch über das Bundesprojekt AlphaGrund sowie hausintern durchgeführt.

Um in Arnstadt und Umgebung auf das Angebot hinzuweisen, sollen Flyer und Plakate in einfacher Sprache erstellt sowie Multiplikatoren (u.a. VHS, Lebenshilfe, Jobcenter) über das Angebot weiter informiert werden.

Zudem sollen einmal im Quartal spezielle Vorträge/ Lesungen angeboten werden. Schwerpunkte können z.B. Gesundheit (Ernährung, Bewegung), Finanzen (Schulden, Haushaltsplan), Soziale Kompetenzen oder Literatur sein. Die Vorträge bieten die Möglichkeit der lebensorientierten Wissensvermittlung zu grundlegenden Alltagsthemen. Sie schaffen Lern- und Sprachanreize und unterstützen den Austausch der Teilnehmenden untereinander. Für die Vorträge wird ein Fachdozent gebunden.

Das Angebot ist offen für alle Interessierten mit geringer Lese- und Schreibfähigkeit mit Deutsch als Erst- und Zweitsprache.

Zur Umsetzung wird in der Außenstelle Arnstadt der Lern- und Leseraum genutzt. Dieser beinhaltet neben zwei PC Arbeitsplätzen inkl. Drucker, einen Lern- bzw. Lesebereich. Die Anschaffung von weiterer Literatur sowie Arbeits- und Übungsheften ist notwendig. Durch Spenden soll die angebotene Literatur noch erweitert werden. Ein Austausch von Literatur zwischen den Lesecafés in Arnstadt und Erfurt ist vorgesehen.

Ein Projekt des Diakonischen Bildungsinstitutes Johannes Falk GmbH

Das Diakonische Bildungsinstitut bietet im Rahmen seiner Fort- und Weitebrildungsangebote Bildung für Menschen mit Behinderungen an. Es fördert die Teilnehmer*innen in persönlichen Entwicklungsprozessen, begleitet und stärkt sie darin. In diesem Zusammenhang legt das DBI besonderen Wert auf eine kontinuierliche Verbesserung der Zugänglichkeit seiner Bildungsangebote im Sinne des Artikels 9 der UN-Behindertenrechtskonvention.

In der täglichen Bildungsarbeit wird deutlich, das insbesondere Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen aufgrund von Analphabetismus bzw. massiver Defizite im Lesen und Schreiben in ihrer Weiterentwicklung und Bildungsperspektive erheblich eingeschränkt sind.

Nachdem das DBI im letzten Jahr ein Schulungskonzept für die Zielgruppe Menschen mit Behinderung entwickeln konnte, sollen in diesem Jahr noch kleine Änderungen vorgenommen werden und darüber hinaus vor allem entsprechende Seminare angeboten werden. Der Bedarf an Alphabetisierungsangeboten für Menschen mit Behinderung ist nach wie vor vorhanden.

Das Projekt nimmt zwei Zielstellungen in den Blick:

  1. In den Seminaren werden funktionale und sekundäre Analphabeten , die als Menschen mit kognitiven Einschränkungen gelten, unterrichtet. Zum Teil können die Teilnehmer*innen auf basale Kenntnisse zurückgreifen, welche durch Angebote von Rehabilitationsträgern erworben wurden. Die Seminare sollen den Teilnehmer*innen gesellschaftliche Partizipation ermöglichen und die erworbenen Fähigkeiten können die Bewältigung des Alltags unterstützen.
  2. Die in Punkt 1 erworbenen Fähigkeiten sollen angewendet und gefestigt werden. Als Instrument dient das Konzept Leichte Sprache. Zunächst sollen Multiplikatoren und Lehrkräfte das Konzept kennenlernen. Sie werden geschult, um Leichte Sprache im Alltag von Menschen mit Behinderung vermehrt einzusetzen und diese dadurch zum gebrauch der erworbenen Fähigkeiten anzuhalten.

Kern der Fortführung des Projekts 2019 ist die Verschränkung der beiden angeführten Zielsetzungen: Für die Alphabetisierungsarbeit zur Unterstützung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die funktionale und sekundäre Analphabeten sind, werden die strukturellen Vorgaben des Konzepts Leichte Sprache genutzt. Diese werden den Multiplikatoren und Lehrkräften - nach einer theoretischen Einführung - gleichsam durch learning by doing vermittelt, indem sie als Coaches bei der eigentlichen Alphabetisierungsarbeit tätig werden. So erwerben alle Beteiligten Praxis und Sicherheit in der Anwendung von Leichter Sprache.

Ein Projekt des DGB Bildungswerkes Thüringen e.V.

Die Arbeitswelt verändert stetig. Zunehmende globale Verflechtungen und eine fortschreitende Digitalisierung verändern auch die Anforderungen an die Beschäftigten Lese- und Schreibkompetenzen erlangen immer größere Bedeutung. Will man verhindern, dass die rund 4,2 Millionen funktionalen Analphabeten, die im Berufsleben stehen, ins Abseits geraten, benötigt man ein aufgeschlossenes Umfeld, dass für die Problemlage sensibilisiert ist.  Hier möchte das  DGB-Bildungswerk Thüringen e.V. ansetzen und die im Jahr 2018 begonnene Arbeit fortsetzen. Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass eine Sensibilisierung von aktiven Kolleginnen und Kollegen, die sich in der betrieblichen Interessenvertretung engagieren, eine gute Zielgruppe darstellten. Ergänzt werden soll diese Gruppe um Menschen, die als ehrenamtliche Richterinnen und Richter im Bereich des Arbeits- und Sozialrechts aktiv sind. Da es schwierig ist, Menschen, die bereits in vielen Bereichen aktiv sind, zu einem Extratermin zu motivieren, soll die Aufklärung über funktionalen Analphabetismus und Ansätze der Hilfe für Betroffene in bereits bestehende Bildungsangebote durch den Einsatz eines Kurzmoduls integriert werden.

Das im Jahr 2018 erarbeitete Kurzmodul zur Aufklärung und Sensibilisierung über funktionalen Analphabetismus soll dafür weiterentwickelt werden. Dieses Modul soll in der Projektlaufzeit 8-10 x eingesetzt werden. Insgesamt sollen dadurch rund 100 Menschen erreicht und ggf. an weiterführende Angebote vermittelt werden. Jeder Einsatz des Moduls wird durch die Teilnehmenden in kurzer Form evaluiert und die Ergebnisse werden dokumentiert. Sie fließen in die Überarbeitung des Moduls mit ein.

Die Erarbeitung erfolgt in Kooperation mit dem Bundesprojekt „MENTO“, um ein gute Verzahnung unterschiedlicher Angebote gewährleisten zu können. Auch anderen Kooperationspartnern aus dem gewerkschaftlichen Umfeld wird das Modul für ihre Bildungsveranstaltungen angeboten. Umgesetzt werden soll das Projekt von einer Kollegin mit einschlägiger Erfahrung im Bereich „Alphabetisierung“, die fachgerechte Bearbeitung ist also gewährleistet.

Ein Projekt des Bildungswerkes ver.di Thüringen

Fortgesetztes Ziel des Projektes ist die Sensibilisierung von Schulungsteilnehmern (Verteter aus Betriebs- und Personalräten) als „Multiplikatoren“ zur Identifizierung und zielgerichteten Ansprache
von funktionalen Analphabeten in Unternehmen/Dienststellen mit dem Ziel der Vermittlung in
Schulungsmaßnahmen.

Methodische Umsetzung:

  • direkte Information und Ansprache von Schlüsselpersonen in Form von Aufklärung und Sensibilisierung durch einen Input von Teilnehmern ausgewählter, mehrtägiger Bildungsveranstaltungen des Bildungswerkes ver.di Thüringen e.V. (bis zu 30 Mehrtagesschulungen im Jahr x 12 TN)
  • Zusammenstellung von Vortrags- und Informationsmaterialien zur Sensibilisierung
  • Hinweis auf Kontakte und Ansprechpartner von Alphabetisierungsmaßnahmen weiterer Träger, insbesondere bei den Thüringer Volkshochschulen
  • direkte Kontaktmöglichkeit in Unternehmen/Dienststellen über Betriebsräte, Personalräte, Mitarbeitervertretungen, Jugend- und Auszubildendenvertetungen
  • Vernetzung zu und mit vorhandenen Angeboten im Rahmen des Alpha-Bündnisses und des Mento-Projekts

 

Kompetenzen:

  • eigene ausgebildete Mentorin im Vebrund des MENTO-Netzwerkes Hessen-Thüringen
  • Teilnehmende aus Unternehmen/Dienststellen in Thüringen

Der Thüringer Volkshochschulverband TVV e.V. hat zusammen mit den Volkshochschulen Jena, Weimarer Land und Saalfeld-Rudolstadt einen Kurzfilm zum Thema erstellt. Dieser gibt u.a. einen Eindruck, was es bedeutet, heute in Deutschland nicht ausreichend lesen und schreiben zu können, an wen sich die Kurse im Bereich Alphabetisierung / Grundbildung richten und welche Veränderungen sie im Leben der Teilnehmer bewirken können. Der Film soll Betroffenen Mut machen, Schlüsselpersonen sensibilisieren und einen Eindruck in das Kursgeschehen bieten.

 Kurzversion (6:38 min)

 Langversion (12:50 min)


Kooperationsprojekt Grundbildung

Konzepte zur Grundbildung stehen oft im Zusammenhang mit der traditionellen Alphabetisierungsarbeit. Der Begriff Grundbildung geht jedoch darüber hinaus, denn nicht nur schriftsprachliche Kompetenzen sind von zentraler Bedeutung, um sich in unserer modernen Gesellschaft zurecht zu finden. Zunehmend sind auch komplexe Fähigkeiten und Fertigkeiten in nahezu allen Lebensbereichen erforderlich, um mit den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technologischen Veränderungen Schritt zu halten. Dies macht es schwierig, zu einer allgemein akzeptierten Definition von Grundbildung zu gelangen. Der Aspekt der Integration aller Menschen in die Gesellschaft spielt jedoch in allen Ansätzen eine zentrale Rolle. An diesem Punkt setzten die freien Träger der Erwachsenenbildung an: Grundbildung für Erwachsene dient dem Erwerb grundlegender Kompetenzen, die für die eigenständige Gestaltung des Lebens, für Teilhabe und aktives Handeln in unserer Gesellschaft notwendig sind.

Im Rahmen des Kooperationsprojektes 2015 haben sich unter dem Dach von LOFT fünf unterschiedliche Erwachsenenbildungseinrichtungen zusammengetan, um ihre Arbeit in diesem Bereich zu präsentieren und weiterzuentwickeln. Die vorgestellten Maßnahmen zeigen nicht nur die Notwendigkeit, sondern vor allem die Fähigkeit, lebenslang und lebensweit zu lernen.

Publikationen zum Thema

Dokumentation einer Kooperation zur Grundbildung