Ländliche Räume stehen vor besonderen gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen: demografischer Wandel, eingeschränkte Mobilität und ausbaufähige Infrastruktur beeinflussen das Leben vor Ort. Gleichzeitig bieten kurze Wege und persönliche Netzwerke wichtige Chancen für demokratische Mitgestaltung und lebendige Beteiligungskulturen.

Der Fachtag lädt Fachkräfte aus der politischen Erwachsenenbildung in Thüringen dazu ein, die Besonderheiten politischer Bildungsarbeit im ländlichen Raum genauer in den Blick zu nehmen. Gemeinsam analysieren wir Herausforderungen, betrachten Praxisansätze und diskutieren Möglichkeiten, wie politische Bildung vor Ort wirksam gestaltet werden kann.

In Kooperation mit dem Thüringer Volkshochschulverband e.V.

 

Datum: Donnerstag, 26.11.2026

Uhrzeit: 10:00-16:00 Uhr

Ort: Volkshochschule Ilm-Kreis, Lindenallee 10, Arnstadt

Teilnahmebeitrag: 35€

Anmeldung: HIER

Anmeldeschluss: 03.11.2026 

Ablauf

ab 09:30 Uhr: Ankommen und informeller Austausch

10:15 Uhr: Beginn und Begrüßung

10:20 Uhr: Fachimpuls Ländlicher Raum (N.N.)

10:50 Uhr: Praxis-Fach-Impuls Politische Bildung im ländlichen Raum, David Jugel (JoDDiD)

11:30 Uhr: Pause

11:45 Uhr: Theorie-Praxis-Diskussion

12:30 Uhr: Mittagspause

13:30 Uhr: Praxisbeispiele in 3 parallelen Workshops

15:00 Uhr: Pause

15:20 Uhr: Transfer in die eigene Praxis

15:50 Uhr: Abschluss

16:00 Uhr: Ende

Änderungen vorbehalten

Praxis-Workshops

„Sprechen & Zuhören“ ist ein von Mehr Demokratie e. V. entwickeltes und vielfach erprobtes Dialogformat, das eine demokratische Gesprächs- und Diskussionskultur fördert. Ziel ist es, die zwi­schenmenschliche Verständigung zu fördern und zwar gerade auch bei Veranstaltungen, an denen Menschen mit entgegengesetzten Meinungen teilnehmen. Das Format wurde durch die Volkshochschulen 2026 mehrfach durchgeführt.

Im Workshop wird das Format erläutert, von den praktischen Erfahrungen und Gelingensbedingungen berichtet und mit den Teilnehmenden diskutiert, wie das Format weiter in die Fläche getragen werden kann.

Ramona Fiedler-Schäfer, vhs Schmalkalden-Meiningen

Isabell Richter, vhs Hildburghausen

Dritte und Soziale Orte können in ländlichen Räumen weit mehr sein als Treffpunkte: Sie bieten vielfältige Möglichkeiten, Menschen zu erreichen, Teilhabe zu stärken und Politische und Kulturelle Bildung miteinander zu verbinden. Der Workshop führt in die Konzepte der Dritten und Sozialen Orte ein und beleuchtet ihr Potenzial für die Bildungsarbeit sowie die dafür notwendigen strukturellen Rahmenbedingungen und Kooperationen. Anhand konkreter Praxisbeispiele schauen wir darauf, wie solche Orte lebendig werden und welche Rollen unterschiedliche Akteur*innen dabei übernehmen können. In einer abschließenden Arbeitsphase entwickeln wir gemeinsam Ansätze und konkrete nächste Schritte, um Dritte und Soziale Orte als Ressource für die Bildungsarbeit zu erschließen, weiterzuentwickeln oder gemeinsam mit Partner*innen vor Ort neu zu schaffen.

Antje Materna, Projektleitung Fachstelle Kulturelle Bildung, BKJ

Aileen Kampfmann, Referentin Fachstelle Kulturelle Bildung, BKJ

Die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) e. V. ist der Dachverband für Kulturelle Bildung in Deutschland. Gemeinsam mit ihren Mitgliedern setzt sie sich für vielfältige Angebote der Kulturellen Bildung in der Jugendarbeit, in Kultureinrichtungen, Schulen und Kindertagesstätten, für kulturelle Teilhabe und Inklusion, für freiwilliges Engagement und internationalen Austausch sowie für gelingende Bildungslandschaften ein.

Menschen stellen sich nur ungern selbst infrage. Daher umgeben wir uns meist mit anderen, die uns ähnlich sind und uns in unserem Selbstbild bestätigen. Menschen, die die eigene Ansicht herausfordern, halten wir hingegen lieber auf Abstand. Problematisch wird es dann, wenn geschlossene Filterblasen entstehen und andere Ansichten oder Lebensrealitäten gar nicht mehr wahrgenommen werden.

Das Projekt Bubble Crasher der Ev. Akademien Thüringen und Sachsen-Anhalt geht gesellschaftliche Spaltung im Kleinen an und macht Jugendliche und Erwachsene fit, Menschen außerhalb ihrer Filterblase zu treffen. Dabei werden die eigenen Bubbles erst identifiziert, um sie danach ganz bewusst und zeitlich begrenzt zu verlassen: Warum denken manche Menschen ganz anders als ich? In welchen Punkten sind wir uns näher, als wir denken?

Der Workshop lädt dazu ein, eingefahrene Alltagsblasen bewusst aufzubrechen. Mit interaktiven Methoden üben wir Perspektivwechsel und lernen praktische Werkzeuge für respektvolle Gespräche mit Andersdenkenden kennen. Dabei trainieren wir, auch bei kontroversen Themen im Dialog zu bleiben.

Franziska Burkhardt, Evangelische Akademie Thüringen

 

Unsere Arbeit wird maßgeblich gefördert durch das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur.